Staunen in Japan

Goldgeschenk für von Tsunami verwüstete Stadt

Ausland
16.02.2013 16:05
Kurz vor dem zweiten Jahrestag des verheerenden Tsunamis in Japan kann sich die schwer in Mitleidenschaft gezogene Stadt Ishinomaki (Bild) im Nordosten des Landes über ein unerwartetes Geschenk freuen: In einem Paket, dessen Inhalt mit "Diverses" deklariert war, erhielt der Chef der Hafenbetreibergesellschaft zwei Goldbarren im Wert von fast 190.000 Euro.

Wegen des Gewichts habe er angenommen, in dem Paket ohne Absender befänden sich Bücher, sagte Kunio Sunow am Samstag. "Ich war fassungslos, weil darin zwei Barren mit 24 Karat waren." Das Paket sei in Nagano nordwestlich von Tokio abgeschickt worden, eine Nachricht sei nicht beigefügt worden. "Es ist großartig zu wissen, dass wir nicht vergessen wurden", sagte Sunow.

Auch zwei weitere Organisationen beschenkt
Wofür er das unerwartete Geschenk einsetzen wolle, wisse er noch nicht. Sunow ist übrigens nicht der einzige, der sich freuen kann: Japanischen Medien zufolge erhielten auch eine NGO für den Wiederaufbau sowie eine weitere Organisation Goldgeschenke.

Über 3.000 Todesofer alleine in Ishinomaki
Ishinomaki liegt rund 350 Kilometer nordöstlich von Tokio. Die Stadt wurde von dem Erdbeben der Stärke 9 und dem anschließenden Tsunami am 11. März 2011 verwüstet. Landesweit kamen bei der Katastrophe rund 19.000 Menschen ums Leben, davon alleine in Ishinomaki mehr als 3.000. Die Naturkatastrophe löste im Kraftwerk Fukushima zugleich den schwersten Atomunfall seit dem Unglück von Tschernobyl im Jahr 1986 aus.

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