Weil die Strompreiserhöhung des Verbund im Mai 2022 rechtlich unzulässig war, bekommen Kunden des Stromanbieters nun Geld zurück. Bei einem durchschnittlichen Jahresstromverbrauch von 3315 kWh ergibt sich ein Auszahlungsbetrag von rund 90 Euro.
Das teilten der Verein für Konsumenteninformation (VKI) und der Verbund am Montag in der Früh mit. Der Verbund will die betroffenen Kunden in den kommenden Wochen schriftlich darüber informieren, wie viel Geld ihnen zusteht.
Preiserhöhung ab 1. Mai 2022
Der Verbund hatte in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen bis Ende 2022 eine Preisanpassungsklausel, die sich auf den Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI) bezog. Auf Grund dieser Klausel erhöhte der Verbund am 1. Mai 2022 die Preise vieler Stromlieferverträge. Der VKI hielt die Klausel für unzulässig und zog dagegen vor Gericht. Das Oberlandesgericht Wien gab dem VKI in zweiter Instanz recht, das Urteil ist rechtskräftig.
Gutschrift auch für ehemalige Kunden
Für die Überweisung des zu viel kassierten Betrages ist die kostenlose Anmeldung beim VKI unter verbraucherrecht.at/verbund-aktion2024 bis spätestens 11.11.2024 erforderlich. Auch ehemalige Kunden, die von der Preiserhöhung im Mai 2022 betroffen waren, können die Gutschrift erhalten.
Dem Verbraucherschutzverein (VSV) ist die Rückzahlung aber nicht genug. „Den Verbund Kunden steht erheblich mehr zu als in diesem Vergleich vereinbart wurde“, sagte Daniela Holzinger, Obfrau des VSV. Kunden sollten diesen „lahmen Vergleich nicht unterzeichnen, sondern sich einer Sammelklage des VSV gegen den Verbund anschließen“.
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