Spektakulärer Coup

Gangster rammen Geldtransport in Köln mit Pferde-Lkw

Ausland
14.02.2013 13:55
Spektakulärer Raubüberfall auf zwei Geldtransporter in Köln: Mit drei Fahrzeugen, darunter ein Pferdetransporter, rammten unbekannte Täter am Donnerstagmorgen einen mit Wertsachen beladenen Kleinbus der Verkehrsbetriebe. Ein zum Zeitpunkt der Tat zufällig vorbeifahrender weiterer Geldtransporter wurde gezielt beschossen. Die Räuber sind auf der Flucht, die Polizei ermittelt auf Hochtouren.

Die Täter warteten offenbar gegen 7 Uhr im Kölner Bezirk Rodenkirchen auf den Geldtransporter der städtischen Verkehrsbetriebe KVB. Sie müssen, so der Verdacht, gewusst haben, dass es sich bei dem neutral aussehenden Fahrzeug um einen Geldtransporter handelte. Mit drei Fahrzeugen rammten die Gangster den Wagen an einer Straßenecke, wie Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigten.

Zweiten Geldtransporter "gezielt beschossen"
Als sich kurz darauf ein Geldtransporter einer Sicherheitsfirma dem Tatort näherte, schossen die unbekannten Täter auf die Frontscheibe des Wagens. "Er wurde gezielt beschossen", sagte eine Sprecherin der Polizei. Der Beifahrer des Transporters sei leicht verletzt worden, der Fahrer habe einen Schock erlitten, so die Beamtin.

Tatfahrzeuge in Brand gesteckt
Der bei dem Raubüberfall verwendete Pferdelaster und mindestens ein weiteres Fahrzeug, das bei der Aktion zum Einsatz kam, wurden von den unbekannten Tätern angezündet. Danach flüchteten die Gauner offenbar mit einem weiteren Fahrzeug, das die Polizei kurz darauf in einem nahe gelegenen Waldstück - ebenfalls in Brand gesteckt - entdeckte.

Täter auf der Flucht
Nach den Unbekannten werde gefahndet. Um wie viele Gangster es sich handelt, ist noch unklar. Der Fall sei noch sehr wirr, so die Sprecherin. Derzeit würden Zeugen vernommen. Ob die Räuber Beute gemacht haben und wie hoch diese ist, steht ebenfalls noch nicht fest. In einem der Geldtransporter befanden sich laut aktuellen Informationen jedenfalls nur leere Geldkassetten.

Fall erinnert an Serie von Überfällen
Wie die "Welt" in ihrer Online-Ausgabe berichtete, erinnert der Überfall in Köln an eine Reihe von ähnlichen Angriffen auf Geldtransporter. Der letzte bekannte Fall fand dem Bericht zufolge im Juni 2010 in Euskirchen, einem Ort unweit von Köln, statt. Die Täter erbeuteten damals mehrere Hunderttausend Euro. Auf der Flucht wurden dann mehrere Autos angezündet. Die Polizei versuchte mithilfe der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY" die Täter zu finden. Es folgten zwar einige Hinweise, doch keiner lieferte eine heiße Spur.

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