Gekränkte Familienehre war der Grund für eine brutale Gewalttat im Innviertel in Oberösterreich. Zwei türkische Familien kamen sich in die Quere. Es ging um Drogenhandel und -konsum. In einem Wald wurden dann die beidem „Schuldigen“ mit dem Tod bedroht und brutal verprügelt.
Weil sie zwei türkische Brüder (27, 40) aus Riedau dafür verantwortlich machten, dass ihr eigener Bruder (24) Drogen nahm, heckten ein 28-Jähriger und ein 31-Jähriger sowie deren Cousin (23) einen perfiden Plan aus. Die Vier (alles aus der Türkei) lockten die beiden in ein abgelegenes Waldstück in Mehrnbach, bedrohten sie dort mit einer Schreckschusspistole und verprügelten sie mit Holzschlagstöcken.
Handys abgenommen
Nach dem Angriff nahmen die Täter die Mobiltelefone ihrer Opfer sowie den Autoschlüssel und ließen diese schwer verletzt im Wald zurück. Trotz ihrer Verletzungen konnten die beiden Männer einen Ersatzschlüssel ausfindig machen und ins Spital fahren.
Alle wurden angezeigt
„Die Ermittlung von Kriminalbeamten der Polizeiinspektion Ried in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft deuten darauf hin, dass die Tat durch familiäre Beziehungen und ein starkes Gefühl von verletztem Stolz motiviert war“, sagt Polizeisprecherin Heide Klopf. Sowohl Täter als auch Opfer – letztere wegen Drogenhandels – wurden angezeigt.
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