Rad-Toptalent Michael Hettegger (15) sorgte für Furore und entschied die Radjugendtour Oststeiermark zu seinen Gunsten. Der Strobler hilft mit seinen Erfolgen, Salzburg zurück auf die internationale Velo-Landkarte zu bringen.
Die Zeiten, als Gerrit Glomser oder Daniel Schorn im internationalen Radsport ihre Spuren hinterließen, sind lange vorbei. Heimische Pedalritter sind Mangelware, Salzburg verschwand weitgehend von der Velo-Landkarte. Das soll sich ändern.
Neben Dominik Hödlmoser (19) schickt sich ein zweites Talent an, die Durststrecke zu beenden und sich den Weg nach oben zu bahnen. Der Strobler Michael Hettegger (15) gewann die Radjugendtour Oststeiermark, eines der größten Etappenrennen für Jugendliche.
„Ich hätte nie gedacht, dass ich so mithalten kann“, strahlt der Jungspund im „Krone“-Gespräch. „Das ist der größte Erfolg meiner Karriere.“
Hektisch wie nie zuvor
Dabei war er am Schlusstag noch einmal gefordert. Ein Kurbelbruch machte dem Salzburger zu schaffen. „Es war das hektischste Rennen, das ich je erlebt habe.“ Ein Kollege borgte ihm temporär sein Rad. „Ende gut, alles gut“, grinste Hettegger.
Das Toptalent, das Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel cool findet, startet für den oberösterreichischen Landesverband. Das spielt für seine Ausbildung eine Rolle (er geht in Linz zur Schule), hat aber auch mit der Schwäche des Salzburger Verbands zu tun.
„Der OÖ-Verband ist der beste, bei uns stirbt der Radsport fast aus“, hadert Hettegger – und will mit seinen Erfolgen tatkräftig bei der Wiederbelebung mithelfen.
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