Papst Franziskus hat eine ursprünglich für Samstag geplante Videoschaltung zum Europäischen Forum Alpbach in Tirol abgesagt. Man sei Donnerstagabend vom Vatikan darüber informiert worden und bedauere die Absage, hieß es vonseiten der Veranstalter.
Der Papst wandte sich indes in einem Brief an die Teilnehmer. Darin ortete Franziskus eine „populistische Welle“ infolge einer Krise in Europa. Man müsse weiter die „Würde des Menschen“ und „Geschwisterlichkeit“ wahren.
„Um Mittel und Wege bemühen“
Angesichts des Erstarkens populistischer Bewegungen seien „einige Ideale verblasst und manche Prinzipien hinsichtlich des Umgangs mit den Schwächsten in unserer Gesellschaft in den Hintergrund getreten“, schrieb Papst Franziskus. Die Kirche müsse ihre Werte in einer „säkularisierten Gesellschaft“ verteidigen, sollte dies jedoch „mit neuem Schwung“ tun.
Die europäische Gesellschaft müsse sich „um Mittel und Wege bemühen, sowohl die Polarisierung in ihrer eigenen Mitte zu reduzieren als auch nach außen hin offen zu bleiben“, schloss der Papst sein zweiseitiges Schreiben.
Viel Arbeit in Vorbereitung geflossen
Papst Franziskus hätte zur Eröffnung der „Europe in the World Days“ sprechen sollen. Seitens der Veranstalter zeigte man sich enttäuscht über die „überraschende“ Absage, zumal auch gemeinsam mit der örtlichen Pfarre viel Arbeit in die Vorbereitung des Videoauftritts geflossen sei.
Grund für Absage vorerst unklar
Ein Grund für die Absage wurde seitens des Vatikan nicht genannt. Nun stellte man stattdessen den Brief des römisch-katholischen Kirchenoberhaupts online.
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