03.02.2013 09:00 |

Torschützen & Co.

Neue verrückte Rekorde aus der Welt des Gaming

Zum mittlerweile sechsten Mal in Folge ist kürzlich das "Guinness-Buch der Rekorde" in einer speziellen Edition für Gamer erschienen. Darin finden sich erneut zahllose schräge Rekorde aus der Spielewelt - vom schrulligen Sammler Tausender Spiele-Memorabilia über zwei daddelwütige Kanadier bis zu einem gerade mal 15 Jahre alten "FIFA"-Torschützen.

Zu den neuen Rekordhaltern zählt unter anderem Brett Martin. Der 31-Jährige aus dem US-Bundesstaat Colorado darf sich rühmen, die größte Sammlung an Videospiel-Memorabilia sein Eigen zu nennen. Aktuell 8.030 Werbeartikel, vornehmlich von Nintendo, hortet er zu Hause. Geschätzter Wert der Sammlung: über 100.000 US-Dollar, umgerechnet mehr als 74.000 Euro. "Viele meiner Freunde wissen, dass ich ein Gamer bin, aber ich denke, erst jetzt wird ihnen bewusst, wie besessen ich bin", so Martin, dessen Sammelleidenschaft bereits im zarten Alter von acht Jahren geweckt wurde – damals schenkten ihm seine Eltern die erste Mario-Figur.

Reich durch "Call of Duty"
Während Martin regelmäßig Geld für sein Hobby ausgibt, kann sich Will Johnson aus Arkansas glücklich schätzen: Er ist laut "Guinness-Buch der Rekorde" der am besten verdienende "Call of Duty"-Spieler. Zwischen 2009 und 2012 konnte der 21-Jährige gleich vier "Call of Duty"-Meisterschaften in der US-amerikanischen E-Sport-Liga Major League Gaming für sich entscheiden und dabei in Summe 135.000 US-Dollar, also etwas mehr als 100.000 Euro, verdienen. Trotz seines Erfolgs dürfte Will, in Gamer-Kreisen auch als "BigTymer" bekannt, in Zukunft wohl ein wenig kürzertreten: "Andernfalls verliere ich meine Freundin", verriet er.

Weltkleinster Spielautomat
Reichlich Freizeit in das Erreichen seines Rekords investiert hat auch Mark Slevinsky. Der 30-jährige Computeringenieur aus dem kanadischen Alberta steckte sechs Monate Zeit in den Bau des kleinsten Spielautomaten. Trotz ihrer geringen Abmessungen von lediglich 124 x 52 x 60 Millimetern ist die Arcade Machine voll funktionstüchtig. Mittels eines Mini-Joysticks können Spielernaturen etwa "Space Invaders" zocken. Nur für einen Münzschlitz war laut Slevinsky kein Platz.

189 Tore in einem Spiel
Der 15-jährige Jacob Gaby aus dem britischen Bushey ist indes neuer "FIFA"-Rekordhalter: Keiner vor ihm schoss mehr Tore in einer Partie. In einem Match gegen den englischen Fußballklub Fulham FC konnte er mit dem FC Barcelona bis zur Halbzeitpause bereits über hundertmal punkten. Bis zum Ablauf des Spiels hatte er den virtuellen Ball schließlich 189 Mal im gegnerischen Tor versenkt. Fulham blieb torlos. Gaby selbst ahnte übrigens zunächst nichts von seinem Rekord: Er erfuhr erst nach der Veröffentlichung seines Tor-Reigens als Video auf YouTube von seinem Erfolg.

Royale Ehren für Entwickler von "Championship Manager"
Apropos Fußball: Als erste Entwickler, die von der Queen mit dem Verdienstorden Order of the British Empire geehrt und in den Status eines "Member" erhoben wurden, sind auch die beiden britischen Entwickler des erstmals 1992 veröffentlichten Fußballmanagers "Championship Manager", die Brüder Paul und Oliver Collyer, mit einem Eintrag im "Guinness-Buch der Rekorde" vertreten.

120 Stunden Dauer-Daddeln und ein Bowling-Opi
Chris Gloyd und Timothy Bell aus Kanada halten indes den neuen Rekord für den längsten Gaming-Marathon. Sie zockten sage und schreibe 120 Stunden und sieben Minuten am Stück Sonys Shooter-Serie "Resistance". John Bates aus dem US-Bundesstaat Wisconin hingegen schaffte über 14.000 perfekte Würfe beim Bowling mit Nintendos "Wii Sports", was den 85-Jährigen laut "Guinness-Buch der Rekorde" zum ältesten Gaming-Rekordhalter der Welt macht.

Von der Konsole auf die Rennstrecke
Über den Titel "Jüngster Gewinner der GT Academy" freuen darf sich Jann Mardenborough. Der Waliser gewann den von Nissan und PlayStation ins Leben gerufenen Wettbewerb im Alter von 19 Jahren und konnte damit den Sprung von der Konsole auf die echte Rennstrecke schaffen. Inzwischen besitzt Mardenborough eine internationale Rennlizenz und fährt für Nissan in der Blancpain Endurace Series.

Produktivste Komponisten und Sprecher
Ebenfalls in die "Gamer's Edition" des Rekordbuches aufgenommen wurde Tommy Tallarico, und zwar als "produktivster Videospiel-Musikkomponist". In seiner 22-jährigen Karriere hat Tallarico inzwischen zu mehr als 300 Spielen den Soundtrack geliefert, darunter etwa die "Earthworm Jim"-Serie oder "Prince of Persia".

"Produktivste weibliche Videospiel-Sprecherin" ist unterdessen die Kanadierin Jennifer Hale, die bis zum Stichtag 20. November 2012 bereits 133 Videospielen ihre Stimme geliehen hat. Gamer kennen sie unter anderem als weiblichen Commander Shepard in "Mass Effect", Tira aus "Soul Calibur", Leah aus "Diablo III" oder Commander Sarah Palmer in "Halo 4".

Ihr männliches Pendant, US-Sprecher Steve Blum, schaffte es bis Mai 2012 sogar zu 261 Videospiel-"Auftritten". Er lieh unter anderem Tank Dempsey in "Call of Duty" und Kriegsgott Ares in "God of War" seine Stimme.

Die "Guinness World Records Gamer's Edition 2013" ist bereits erschienen und aktuell nur auf Englisch erhältlich.

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