Während Kinobesuch
US-Paar sperrte geistig behinderte Achtjährige in Käfig
Der Ex-Mann von Cindy Patriarchias (Bild rechts) hatte in der Stadt Las Cruces unweit der mexikanischen Grenze die Polizei alarmiert, nachdem er die 33-Jährige und ihren 37-jährigen Lebensgefährten Edmond Gonzales (Bild links) gemeinsam mit seinen anderen drei, leiblichen Kindern bei einem Filmabend in einer Grundschule getroffen hatte.
Er vermutete, dass die Achtjährige alleine zu Hause gelassen wurde. Als die Polizei daraufhin bei dem Wohnmobil eintraf, in dem die Familie lebt, war dieses dunkel und "wirkte leer", wie es in einer Mitteilung hieß. Etwa eine Stunde nach dem Eintreffen der Beamten seien die Eltern mit ihren drei Kindern zurückgekehrt und hätten aufgeschlossen.
Mädchen leidet an Mikrozephalie
Dabei entdeckte ein Polizist dann einen großen hölzernen Käfig, in dem aber nicht wie vom Beamten zunächst angenommen ein Hund, sondern das achtjährige Mädchen saß. In dem rund 74 Zentimeter breiten, anderthalb Meter langen und 1,20 Meter hohen Käfig lag demnach eine Kinderbett-Matratze. Das befreite Mädchen wurde medizinisch versorgt, offenbar habe es keine Verletzungen. Es leide aber an Mikrozephalie, einem deutlich geringeren Kopfumfang als normal. Dies bringt eine geistige Behinderung mit sich.
Ex-Mann baute Käfig zur "eigenen Sicherheit" der Tochter
Wie Patriarchias' Ex-Mann gegenüber der Polizei erklärte, habe er den Käfig einst zur "eigenen Sicherheit" des Mädchens gebaut. Die Achtjährige habe demnach in der Vergangenheit nachts immer wieder ihr Bett verlassen und Medikamente oder Haushaltsmittel aus Kästen und Kommoden geholt. Allein gelassen sei das Kind aber den Angaben des Mannes zufolge in dem Käfig nicht worden - zumindest bis er vergangenen Dezember aus dem Wohnmobil auszog. Seither habe er die Kinder fünfmal besucht und dabei das Mädchen "zur Bestrafung" in dem Käfig vorgefunden.
Einer der Söhne der Familie erzählte der Polizei, er habe der Mutter angeboten, während der Filmvorführung auf seine Schwester aufzupassen. Die Frau habe das Angebot aber ausgeschlagen, da es der Achtjährigen "gut gehe und sie außerdem eh schlafe". Die vier Kinder befinden sich nach dem Vorfall vorerst in staatlicher Obhut, berichtete die Lokalzeitung "Las Cruces Sun".
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