5 Tote bei Waldbrand
Todesstrafe für Brandstifter in Kalifornien
"Rickie Fowler soll hingerichtet werden", sagte Superior Court Judge Michael A. Smith im Gerichtssaal von San Bernadino. Die Beweise für Fowlers Schuld und sein gewalttätiges Leben seien überwältigend, ergänzte der Richter. "Zum Glück gibt es für die Opfer und die Gemeinde endlich einen Abschluss", reagierte der leitende Staatsanwalt Robert Bullock erleichert auf die Verkündung des Strafausmaßes.
Fowlers Verteidiger nannte seinen Mandanaten hingegen einen "Sündenbock", berichtete die "Los Angeles Times" in ihrer Online-Ausgabe. Die Behörden hätten nach erfolglosen Ermittlungen unter dem Druck der Öffentlichkeit einen Schuldigen vorweisen müssen. Fowler selbst folgte den Ausführungen des Richters regungslos.
Flammen absichtlich mit brennender Fackel gelegt
Das Gericht folgte mit der Entscheidung einer Jury, die sich im vorigen September für die Höchststrafe ausgesprochen hatte. Bei dem Prozess waren die Geschworenen zu dem Schluss gekommen, dass der Mann im Jahr 2003 die Flammen absichtlich legte, als er an einem windigen und heißen Tag eine brennende Fackel ins trockene Gebüsch warf.
Fowler hatte jedoch stets argumentiert, ein - drei Jahre später bei einem Schusswechsel getöteter - Komplize habe damals die Fackel geworfen. Die beiden Männer hatten demnach geplant, das Haus eines Freundes in Brand zu stecken.
Das durch die Fackel entfachte verheerende Feuer trieb damals Zehntausende Menschen in die Flucht, fast 1.000 Häuser brannten ab. Der Tod von fünf Anrainern im Alter von 54 bis 93 Jahren an Herzversagen wurde direkt mit den Bränden in Verbindung gebracht.
Sohn von Opfer: "Bin froh, dass er zum Tode verurteilt wurde"
Das Todesurteil biete ein wenig Gerechtigkeit für seine Familie und für die Tausenden, die wegen des verheerenden Feuers gelitten haben, kommentierte der Sohn von Robert Taylor, eines der fünf Opfer, die Entscheidung des Richters am Montag. "Ich bin froh, dass er zum Tode verurteilt wurde", so Jesse Taylor. "Ich fühle den Schmerz jeden Tag", zitierte die "LA Times" Jesses Schwester Ashley, die gerade einmal 15 Jahre alt war, als ihr Vater bei der Evakuierung wegen der Waldbrände ums Leben kam.
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