Konkurrenz langt zu

Game Over für THQ: Publisher verkauft Studios und Marken

Spiele
24.01.2013 15:13
THQ ist Geschichte. Bei einer Insolvenz-Auktion wurde ein Großteil der Studios und Marken des Publishers an andere Hersteller versteigert. Den Zuschlag erhielten Sega, Deep Silver, Take Two, Ubisoft und Crytek.

THQ hatte kurz vor Weihnachten Insolvenz anmelden müssen und suchte nach einem einzelnen Käufer. Der zuständige Richter lehnte diesen Plan jedoch ab und sprach sich stattdessen im Sinne der Schuldner für eine Versteigerung von Unternehmensteilen aus – bei der die Konkurrenz nun kräftig zugelangt hat.

Mit einem Kaufpreis von 26,6 Millionen Dollar den größten Batzen sicherte sich laut einem Bericht der Finanznachrichtenagentur Bloomberg Sega. Das japanische Unternehmen kaufte das traditionsreiche kanadische Entwicklerstudio Relic Entertainment und mit ihm die Marken "Company of Heroes" und "Warhammer 40.000".

Koch Media (Deep Silver) erwarb einer Mitteilung vom Donnerstag zufolge die Rechte an der "Metro"- und "Saints Row"-Serie und versprach, diese "in eine leuchtende, neue Zukunft zu führen". Für insgesamt 22,3 Millionen Dollar erwarb der deutsche Publisher zudem das in Chicago ansässige Volition-Studio, das neben "Saints Row" auch für die beiden ersten "Red Faction"-Teile verantwortlich zeichnete.

Take Two Interactive bekam indes für rund 10,9 Millionen Dollar den Zuschlag für die Rechte an "Evolve", einem Shooter, der bislang in den Turtle Rock Studios für die nächste Konsolengeneration entwickelt wurde. Was jetzt daraus wird, ist derzeit noch unklar.

Ubisoft riss sich hingegen für rund 5,8 Millionen US-Dollar den Entwickler THQ Montreal und die Rechte am kommenden "South Park"-Spiel "The Stick of Truth" unter den Nagel. Zusätzlich zum Team von THQ Montreal habe man eine neue, bislang nicht angekündigte Marke erworben, die in diesem Studio entwickelt wird, teilte der französische Publisher am Donnerstag ohne weitere Angaben mit. Die Frankfurter Spieleschmiede Crytek wiederum sicherte sich für 544.000 Dollar die Rechte an der Shooter-Marke "Homefront".

Etwas überraschend noch keinen Käufer für sich finden konnte das texanische Entwicklerstudio Vigil Games, in dem die beiden "Darksiders"-Teile entstanden. THQ sei aber bemüht, weiter nach Käufern für das Studio und die Marke zu suchen, so THQ-Chef Brian Farrell. Entwickler Platinum Games ("MadWorld", "Bayonetta", "Vanquish") soll bereits sein Interesse bekundet haben. Ebenfalls noch offen ist, ob und unter welchem Publisher die Wrestlingspiele der "WWE"-Reihe weitergeführt werden.

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