Aufstand in China
Wegen zu kurzer WC-Zeiten: Arbeiter sperrten Chefs ein
Die Mitarbeiter der Shinmei Electric Company in Shanghai hätten die 18 Manager, darunter zehn Japaner, von Freitag bis Samstag im Fabrikgebäude eingesperrt, hieß es in einer Stellungnahme des Mutterkonzerns am Dienstag. Die Manager seien jedoch unversehrt freigekommen, nachdem 300 Polizisten die Fabrik umstellt hatten.
Kündigung für alle, die zu lange am Klo sitzen
Grund für die Protestaktion waren laut einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes verschärfte Regeln am Arbeitsplatz. Künftig solle es nur noch eine zweiminütige Pause geben, um auf die Toilette zu gehen - und für zu spätes Erscheinen müssten die Arbeiter beim ersten Mal umgerechnet acht Dollar (sechs Euro) Strafe bezahlen. Beim zweiten Mal gebe es bereits die Kündigung, erklärte der Mann.
Am Dienstag blieb das Werk, in dem elektronische Geräte hergestellt werden, nach Angaben eines Mitarbeiters noch geschlossen. Die Produktion werde am Mittwoch wieder aufgenommen. Ob die Protestaktion nun eine Änderung bei der Toilettenpause bringt, bleibt abzuwarten.
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