Viele Jahre lang war Anna Ermakova in erster Linie „die Tochter von“. Ihrem Vater Boris Becker wie aus dem Gesicht geschnitten, sahen viele wohl zuerst das Tennis-Idol. Das hat sich zunehmend geändert. Nun erscheint ihr erstes Musik-Album.
Die inzwischen 24-Jährige arbeitet als Model, tanzte sich in der RTL-Show „Let‘s Dance“ in die Zuschauerherzen. Nun will sie auch als Sängerin Karriere machen. Am Freitag erscheint ihr erstes Album mit dem Titel „Behind Blue Eyes“.
Der Titel-Song ist ein Cover des Liedes, mit dem sie bei „Let‘s Dance“ die Zuschauer wohl am meisten verzauberte. „Behind Blue Eyes“ steht aber auch für das, was hinter ihren eigenen blauen Augen in den vergangenen Jahren vorgegangen ist.
„Ein Moment, in dem ich mich akzeptiert fühlte“
„Ich wollte unbedingt ,Behind Blue Eyes‘ covern. Der Song hat mir viel bedeutet – sowohl beim Hören früher als ich noch jünger war als auch wegen des magischen Moments bei ,Let‘s Dance‘“, sagt Ermakova im Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Das war ein Moment, in dem ich mich akzeptiert fühlte als die, die ich bin – von mir selbst und auch von der deutschen Bevölkerung“, erzählt sie weiter. Diesen Moment werde sie nie vergessen.
Das ganze Album besteht aus bekannten Film-Songs, die Ermakova mit ihrer warmen, sanften, gefühl- und trotzdem kraftvollen mit Wiedererkennungswert ausgestatteten Stimme neu interpretiert hat. Sie klingt dabei deutlich reifer und ausdrucksstärker als man das der Newcomerin vielleicht zugetraut hätte.
„Musik und Filme waren mein Safe Space“
„Als ich aufgewachsen bin, waren Musik und Filme unglaublich wichtig für mich. Sie waren mein Safe Space“, schwärmt Ermakova. Sie wollte wieder eine Verbindung mit diesem jüngeren Teil aufbauen und sich selbst entdecken, um ihren musikalischen Sound zu finden – und ihr Genre, sagt sie. „Es ist eine große Lern-, Heilungs- und Dankbarkeits-Reise für mich und ich freue mich darauf, sie zu teilen.“
„Etwas Dummes“ mit Florian Silbereisen
15 Songs sind auf dem Album, darunter auch ein Duett mit Schlagersänger Florian Silbereisen. Mit ihm wandelt sie auf den Spuren von Frank und Nancy Sinatra, Robbie Williams und Nicole Kidman und singt „Somethin‘ Stupid“. Außerdem sind weitere Klassiker wie „Son of a Preacher Man“ oder „Venus“ dabei. „Es ist eine Variation der unterschiedlichsten Sachen und Sounds aus unterschiedlichen Zeitperioden und Genres. Männliche Interpreten, weibliche – das ist völlig egal. Wir haben alles dabei“, beschreibt die 24-Jährige ihr Album, das ihr viel bedeutet.
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