Unglück in Schweden
Putzfrau rast mit gestohlenem Zug in Wohnhaus
Das Stockholmer Verkehrsunternehmen SL tat sich am Dienstag schwer zu erklären, wie die junge Frau den Zug stehlen, dann durch einen Prellblock rasen und noch 25 Meter weiterfahren konnte, bis der Zug schlussendlich in das nahe stehende Wohnhaus krachte. "Der Zug muss viel schneller gefahren sein als normalerweise", sagte SL-Sprecher Fredrik Cavalli-Björkman der Tageszeitung "Expressen".
Frau arbeitete als Reinigungskraft bei Zugbetreiber
Das Motiv der 23-Jährigen ist unklar. Bisher wisse man nur, dass die Frau als Reinigungskraft für das Verkehrsunternehmen gearbeitet hatte. Wie sie an den Schlüssel gekommen ist, ist nicht bekannt. Dass sie den Zug in Betrieb nehmen konnte, ist für Tomas Hedenius, einen Sprecher des Zugbetreibers, jedoch nicht überraschend: "Man muss kein Zugführer sein, um dieses Gefährt zu bedienen. Es reicht sicher, wenn man im Internet darüber liest oder einmal zusieht."
Bewohner wurden in Hotels umgesiedelt
Während die Polizei nun Ermittlungen aufnimmt, um die Hintergründe der Tat zu erforschen, machen sich Bauarbeiter daran, das schwer beschädigte Wohnhaus wiederaufzubauen. Nach Informationen des Schwedischen Rundfunks können die insgesamt neun Hausbewohner erst in mehreren Monaten wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. In der Zwischenzeit seien sie in der näheren Umgebung in Hotels untergebracht worden.
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