Seit Jänner hat in Lambach das vor 23 Jahren eröffnete Kinski geschlossen. Die Suche nach einem neuen Pächter gestaltet sich aber äußerst schwierig. In Grenzen hält sich auch das Interesse an einer Neuübernahme des ebenfalls über viele Jahre erfolgreich geführten Prosciutto in Grieskirchen.
Vor genau einem Jahr ließ Multigastronom Thomas Altendorfer durchsickern, dass er sich vom Kinski in Lambach trennen möchte. Anfang Jänner gingen in dem ehemaligen Top-Restaurant an der B…1 und am Fuße des Stiftes Lambach nach 23 Jahren die Lichter aus. Die Suche nach einem neuen Pächter ist mehr als ernüchternd. „Es hat sich bis jetzt ein einziger Interessent gemeldet. Es war ein Chinese aus Wien. Da er die Ablöse von 50.000 Euro nicht bezahlen wollte, kam es auch zu keiner Einigung“, knirscht Altendorfer mit den Zähnen.
35 Jahre ist er mittlerweile in der Gastronomieszene verankert. „So bescheiden war die Situation noch nie. Wir können uns nicht immer nur auf Corona und den Personalmangel ausreden. Wir müssen uns auch Gedanken über die Preise machen. Es ist in vielen Urlaubsländern billiger als bei uns. Wenn Wirte 6,50 Euro für ein Soda-Zitrone verlangen, stimmt etwas nicht mehr. Das ist für die gesamte Branche schlecht.“
Kinski wird Event-Location
Die Hoffnung auf einen neuen Pächter für das Kinski hat er dennoch nicht aufgegeben. „Ab Herbst werde ich es als Event-Location vermieten. Das Lokal mit 300 Sitzplätzen eignet sich perfekt für Firmenfeiern oder andere Events“, so Altendorfer.
Ebenfalls keine Lösung zeichnet sich derzeit bei der Neuübernahme des Prosciutto in Grieskirchen ab. Bis zur Sperrstunde im Frühjahr war es fast 25 Jahre der Inbegriff italienischer Top-Gastronomie in der Bezirkshauptstadt. „Wir hoffen, dass es wieder ein Restaurant mit mediterraner Speisekarte wird“, heißt es aus dem Kreise der Hausbesitzer-Familie.
Pläne für Renovierung
Derzeit werden aber nicht nur die Fühler nach einem neuen Pächter ausgestreckt, es laufen auch Planungen für eine Renovierung. Die Küche und der Abfluss sollen erneuert werden. „Die Situation in der Gastronomie ist aber schwierig. Es fehlt nicht nur Personal. Durch die teuren Preise bleiben Kunden aus. Der Markt braucht eine Erholung“, meinen die Besitzer des Hauses mit einer mehr als 100-jährigen Gastro-Tradition.
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