Nach der Skandal-Sanierung ist eine der beiden Grünflächen im Augarten jetzt fertiggestellt. Die zweite soll Mitte September folgen. Für Besucher gibt es jetzt strengere Regeln.
Die Sanierung der zwei Schüsselwiesen im Augarten sorgte für Wirbel. Die Rasenflächen waren durch intensive Nutzung – Ballspiele, Picknicke und Großveranstaltungen – - beschädigt worden und mussten erneuert werden. Ursprünglich waren 180.000 Euro veranschlagt. Schlussendlich sind die Kosten dann aber auf über eine halbe Million Euro gestiegen.
Kostenexplosion, Pannen
Die Bundesgärten argumentierten die Kostenexplosion damit, dass während der gesamten Bauarbeiten ein Gutachter anwesend war, falls im Boden Kriegsmaterial wie Handgranaten entdeckt werden. Tatsächlich gefunden wurde jedoch nichts. Anfang Juni dann die nächste Panne: Nach starken Regenfällen hat sich die Wiese in einen Ententeich verwandelt.
Nachdem die Wiesen nun über ein Jahr lang für Besucher gesperrt waren, ist jetzt zumindest eine wieder begehbar. Auf der zweiten Schüsselwiese wird noch gearbeitet. „Wir rechnen damit, dass sie Mitte, Ende September geöffnet werden kann“, sagt der Direktor der Bundesgärten Gerd Koch. Probleme gab es unter anderem mit dem Saatgut, das nicht wie erwartet gewachsen ist.
Damit in näherer Zukunft nicht wieder eine so umfangreiche und kostenintensive Sanierung nötig ist, wurde bei den Benutzerregeln nachgeschärft. Demnach sind keine Großveranstaltungen mehr auf den historischen Wiesen erlaubt. Auch Hunde und Fußballspiele sind verboten. Nur eine behutsame Nutzung ist gestattet.
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