7 Menschen getötet
Kein Prozess gegen psychisch gestörten US-Amokläufer
Die Staatsanwaltschaft in Oakland hatte wegen siebenfachen Mordes Anklage erhoben. Bei einem Prozess mit Schuldspruch hätte One Goh die Todesstrafe gedroht. Der frühere Student, der südkoreanischer Abstammung ist, soll nun in einer geschlossenen Einrichtung untergebracht werden. Laut der Richterin werde er weiter untersucht, bei einer Änderung seines Geisteszustands sei ein späterer Prozess möglich.
In Uni um sich gefeuert
Bei dem Amoklauf im vergangenen April an der privaten Oikos-Universität hatte Goh, der zwei Monate zuvor wegen Verhaltensproblemen und Wutanfällen von der Uni verwiesen worden war, sechs Frauen und einen Mann im Alter von 21 bis 53 Jahren erschossen. Kurz nach dem Blutbad wurde er in einem Einkaufszentrum festgenommen. Als Tatmotiv gab er an, er sei auf eine Mitarbeiterin der Schulverwaltung sowie die anderen Studenten, von denen er sich "schlecht behandelt" fühlte, wütend gewesen.
"Widrige Lebensumstände"
Zudem hatte der Mann laut Polizei erhebliche Schulden bei Banken, Vermietern und der Finanz angehäuft. Goh war auch mit zwei Todesfällen in der Familie konfrontiert gewesen. Einer seiner Brüder, ein Unteroffizier bei der US-Armee, war bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen, seine Mutter war nur kurze Zeit später gestorben. Laut der Psychiaterin, die den Täter nach seiner Festnahme untersuchte, hätte die Gesamtheit der "widrigen Lebensumstände" maßgeblich zu dem Amoklauf beigetragen.
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