Ärzte schlagen Alarm
USA: Waffen töten weit mehr Kinder als Krebs
In den USA sind im Jahr 2010 6.570 junge Menschen bis 24 Jahre in Zusammenhang mit Waffengewalt ums Leben gekommen – ein Schnitt von sieben Toten pro Tag. Auf diese Zahl kommen die Kinderärzte Judith und Sean Palfrey, die an der Kinderklinik in Boston tätig sind. Zum Vergleich: An bösartigen Erkrankungen wie Krebs – die häufigste lebensbedrohende Erkrankung unter Kindern in der westlichen Welt – sterben in den USA jährlich etwa 3.000 Kinder und Jugendliche.
Appell für waffenfreie Gesellschaft
"Verletzungen durch Feuerwaffen verursachen doppelt so viele Todesfälle wie Krebs, fünf Mal mehr als Herzerkrankungen und 15 Mal so viele wie Infektionen", so die Palfreys in einem Artikel in einer amerikanischen Medizinzeitschrift. Die Konsequenz: Die Experten fordern ein Verbot von Angriffs- und Armeewaffen sowie kleinere Magazine und weniger gefährliche Munition für jene Waffengattungen, die weiter erlaubt sein sollen. "Prävention ist der Kern der Arbeit der Kinderärzte. Wir wollen unsere Kinder vor allem bewahren, was sie verletzen könnte", schreiben die Kinderärzte.
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