Hilfe verweigert?

Nach Lawinendrama in Tirol: Gesuchter Alpinist aufgetaucht

Österreich
04.01.2013 11:23
Nach dem tödlichen Lawinenunglück im Tiroler Sellrain am Wochenende hat sich ein Tourengeher bei der Polizei gemeldet, der zum Unfallzeitpunkt in dem Gebiet war. Dabei könnte es sich um jenen Wintersportler handeln, der bei der Suche nach einem Vermissten seine Hilfe verweigert haben soll und nach dem seitdem gesucht wurde. Bei dem Unglück war ein 38-jähriger Steirer tödlich verletzt worden.

Der deutsche Staatsbürger aus dem Raum Allgäu habe sich aufgrund der Medienberichterstattung telefonisch bei der Polizei gemeldet. Er befinde sich derzeit im Ausland und soll in den nächsten Tagen zu den erhobenen Beschuldigungen einvernommen werden, hieß es seitens der Polizei.

Steirer starb nach Lawinenunglück im Spital
Bei dem Lawinenunglück auf dem rund 3.000 Meter hohen Zischgeles (Bezirk Innsbruck-Land) war am Samstag ein 38-jähriger Steirer unter den Schneemassen verschüttet worden. Er konnte erst nach längerer Zeit geortet und ausgegraben werden. Der Mann erlitt schwere Verletzungen und starb einen Tag später in der Innsbrucker Uni-Klinik.

Tourengeher verweigerte Hilfe
Sonntag früh war dann der Vorfall rund um die angeblich unterlassene Hilfeleistung bekannt geworden. Ein Begleiter des verunglückten Steirers hatte bei der Suche nach seinem Freund einen aufsteigenden Skitourengeher um Hilfe gebeten. Dieser soll allerdings einfach seinen Weg fortgesetzt haben. Daher nahm die Polizei Ermittlungen wegen unterlassener Hilfeleistung auf. Die Alpinpolizei hatte daraufhin nach einem 40- bis 50-jährigen Mann gesucht.

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