Gold, Geld, Häuser
Chinese spendiert 122 Millionen Euro Mitgift für Tochter
Die Tochter von Milliardär Wu Duanbiao, Vorsitzender der chinesischen Keramikfirma Fujian Wanli Group, hat in Cizao in der südöstlichen Provinz Fujian geheiratet. Ihr Vater habe den Frischvermählten unter anderem vier Schatullen mit Goldschmuck, Anteile an der Firma, zwei Autos und eine Reihe von Immobilien geschenkt sowie Millionen auf das Bankkonto der beiden überwiesen, berichtet die "South China Morning Post" unter Berufung auf die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.
Aber auch örtliche Wohltätigkeitsorganisationen konnten sich freuen, sie erhielten laut Zeitung im Namen des frischgebackenen Ehepaares Spenden in Höhe von umgerechnet 1,8 Millionen Euro.
Mitgift als "Versicherung" für Töchter
Eine große Mitgift hat in Fujian Tradition. Sie gilt als Beweis der Liebe der Eltern für ihre Kinder. Allerdings ist sie laut "South China Morning Post" auch Ausdruck der Ungleichbehandlung der Geschlechter: Mit viel Geld und Geschenken wollen Eltern einer Tochter sicherstellen, dass diese von ihrem Mann und dessen Familie gut behandelt werden.
Wu folgte mit seiner Milliardenmitgift dem Vorbild zweier anderer Milliardäre aus der Gegend: Einer schenkte seiner Tochter und deren Mann im Dezember über zwei Milliarden Yuan, ein anderer gab für die Hochzeit seiner Nichte vor einem Jahr gar mehr als zweieinhalb Milliarden Yuan aus.
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