Museum in Bad Ischl

Hotel Austria: Sisi und Franz verlobten sich hier

Oberösterreich
19.07.2024 16:00

Das ehemalige „Hotel Austria“ öffnet am Freitag wieder seine Türen – allerdings als komplett neu ausgerichtetes Museum der Stadt Bad Ischl. Hier erlebt man die Geschichte der Kaiserstadt bis in die Gegenwart, auch mit Multimedia hat man nicht gespart. Ein Erlebnis für Einheimische und Gäste!

Lange wurde gestemmt, gebohrt, saniert – nun ist es endlich so weit: Das Stadtmuseum in Bad Ischl öffnet wieder seine Türen und lädt zu einem zeitgemäßen Streifzug durch eine 7000 Jahre überspannende Geschichte der Salzkammergut-Metropole ein.

Über dem Eingang hängt die Tafel „Hotel Austria“, eine Erinnerung daran, dass in diesem prächtigen Gebäude an der Esplanade noch bis 1982 Gäste logierten. Die besten Jahre freilich erlebte es in der Monarchie: Kaiser Franz Josef und Elisabeth haben sich in diesem Haus verlobt. Auch Erzherzöge residierten hier.

Überblick auf zwei Stockwerken
Die modern inszenierte Ausstellung beginnt im Mittelalter, erzählt dann von der Sommerfrische, der Kaiserstadt, dem kulturellen Leben früher, aber auch vom Zusammenbruch des höfischen Europa sowie von der Machtergreifung der Nationalsozialisten und den verheerenden Folgen. Man riskiert sogar einen Blick in die Zukunft. 

Viele halfen hier zusammen
Ansprechen will man Einheimische, Touristen, aber auch Forscherinnen und Forscher. Es gibt daher Wissenschaftliches, Erlebnishaftes und Multimedia: „Ziel war es, eine Atmosphäre zu schaffen, das Eintauchen in historische Situationen zu ermöglichen und diese auch zu verstehen“, lässt Historiker Michael John durchblicken. Er kuratierte gemeinsam mit der Historikerin Herta Neiß die neue Schau, auch die bisherige Leiterin Maria Sams und der Ischler Heimatverein arbeiteten mit.

Im dritten Stock des Hauses soll im kommenden Jahr vertiefende Erweiterung Platz finden, zudem gibt es einen Raum, in dem vorerst in Kooperation mit dem Universalmuseum Joanneum die Sonderausstellung „Das andere Leben. Fotografien zu Konrad Mautner“ gezeigt wird, der künftig aber wechselnden Ausstellungen Platz bieten soll, während die stadtgeschichtliche Schau als Dauerausstellung bestehen bleibt.

Die Neugestaltung erfolgte durch die Stadtgemeinde Bad Ischl in Kooperation mit der Kulturhauptstadt 2024 und dem Kunstministerium. Die Kosten beliefen sich auf rund 600.000 Euro.

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