Lag tot unter Brücke
US-Millionenerbe stirbt verarmt als Obdachloser
Der ältere Bruder von Gray erzählte dem TV-Sender NBC, dass der 60-Jährige lange Zeit als Cowboy in den Rocky Mountains gearbeitet habe, aber de facto immer obdachlos gewesen sei. "Wenn wir eine bessere Versorgung für psychische Erkrankungen in diesem Land hätten, dann hätten wir etwas für ihn tun können."
Rechtsstreit um Millionenerbe tobt
Gray wäre dabei unter Umständen ein 19 Millionen US-Dollar großer Anteil an dem 307-Millionen-Vermögen von Huguette Clark, die im Mai 2011 in New York verstorben ist, zugestanden. Um das Erbe der jüngsten Tochter des einstigen "Kupferkönigs" und Gründers der Glücksspiel-Metropole Las Vegas tobt allerdings ein Rechtsstreit, der wohl erst im Jahr 2013 entschieden werden wird. Die 104-Jährige hatte nämlich in ihrem Testament das Vermögen ausdrücklich nicht ihrer Familie, sondern ihrer Krankenschwester, einem Patenkind, mehreren Angestellten und gemeinnützigen Organisationen sowie ihrem Lieblingsmuseum vermacht.
19 Verwandte, die 40 Jahre vor ihrem Tod nur mehr sporadisch und höchstens über Telefon mit Clark Kontakt hatten, zogen daraufhin allerdings vor Gericht. Sollte der Streit zugunsten der Familie ausgehen, so wäre Gray ein Anteil von 6,25 Prozent an dem Vermögen zugefallen. Ob der nun Verstorbene allerdings wirklich Interesse daran gehabt hätte, ist höchst fraglich. In der Geldbörse des 60-Jährigen fand die Polizei nämlich einen Scheck "über eine beträchtliche Geldsumme" - er war allerdings nie eingelöst worden.
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