Lange hatten Vertreter des Landes, der Krankenhausbetriebsgesellschaft, des Betriebsrats und der Ärztekammer verhandelt. Herausgekommen ist ein Kompromiss, mit dem beide Seiten gut über die Runden kommen sollten.
Bereits ab November soll Phase 1 des gemeinsam erarbeiteten Pakets umgesetzt werden. Dazu gehört ein attraktives Karriere- und Entwicklungsmodell. Neu ist zudem, dass sich alle Fachärzte zehn Jahre nach Abschluss der Facharztausbildung mit der Gehaltsklasse 23 zu „Senior-Oberärzten“ entwickeln. Außerdem werden Einsprungdienste – das sind Dienste, die kurzfristig für erkrankte Kollegen übernommen werden müssen – künftig besser entlohnt.
Demos sollten ausbleiben
Eine zweite Phase beinhaltet die Gesamtanpassung der Gehaltskurve für alle Berufsgruppen. „Speziell soll dabei auf die Anforderungen von Mitarbeitenden dienstplangeführter Abteilungen eingegangen werden, die rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr ihren Dienst versehen“, erklärte Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher.
Weil es für weitere Detailverhandlungen eine Änderung des Landesdienstrechts brauche, könne dieser Schritt nicht mehr vor der Landtagswahl erfolgen. Ärztekammer-Kurienobmann Hermann Blaßnig war zufrieden: „Das jetzt vorliegende Paket können wir mittragen.“ Demos der Weißkittel vor dem Landhaus – und vor der Wahl – sollten damit ausbleiben.
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