Individuen & Gruppen

D: Islamistischer Terror bleibt die “größte Gefahr”

Ausland
24.12.2012 09:39
Der islamistische Terror bleibt nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes für die Sicherheit Deutschlands die "größte Gefahr" - und wird daher auch 2013 die vorrangige Aufgabe der Behörde darstellen. Einzeltäter, die sich im Internet selbst radikalisieren, sowie individuell agierende kleinere Gruppen stellten die Sicherheitsbehörden vor besondere Herausforderungen, sagte der Präsident des deutschen Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen (Bild), am Montag in Berlin.

Sorgen bereite demnach auch "die gestiegene Anzahl der Ausreisen von Personen aus dem islamistischen und islamistisch-terroristischen Spektrum im abgelaufenen Jahr". Besonders Ägypten, wohin 2012 mehr als 50 Personen ausreisten, sei laut Maaßen als Transit- oder Zielland zu einer Art Drehscheibe für Freiwillige des Dschihad geworden. "Die Entwicklungen im Nahen und Mittleren Osten werden für die Sicherheitslage in Deutschland immer bedeutsamer."

Gewaltbereiter Rechtsextremismus als Problem
Zudem sei der Ermittlungsdruck auf den gewaltbereiten Rechtsextremismus gestiegen, erklärte Maaßen. Seine Behörde beobachte dabei neue Organisationsformen, auch virtuelle. "Erscheinungsformen wie die Identitäre Bewegung Deutschland weisen bislang wenig Realweltbezüge auf, sondern nutzen das Internet zur kommunikativen sowie organisatorischen Vernetzung und zur Verbreitung ihres Gedankengutes." Solche Bewegungen würden auch 2013 eine Herausforderung für die Sicherheitsbehörden darstellen.

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