Plan in USA vereitelt
16-Jährige wollte Massaker an Schule verüben – verhaftet
In der Botschaft erklärte die 16-Jährige demnach außerdem, da sie an der Red Mountain High School als Lehrassistentin arbeite, werde niemand herausfinden, dass sie ihre Schule in die Luft sprengen wolle.
Laut Sheriff Joe Arpaio informierte der Betreiber des kanadischen YouTube-Kanals, auf dem die Jugendliche ihre Botschaft veröffentlichte, die Polizei von Toronto. Diese kontaktierte daraufhin die US-Behörden, die wenige Stunden später die Verdächtige in ihrem Haus stellten. Diese gestand dann bei einem Verhör, Urheberin der Botschaft zu sein.
Mädchen bereits psychiatrisch behandelt
Im Haus der Familie befanden sich den Angaben zufolge drei Gewehre des Vaters. Nach Angaben der Eltern wurde ihre Tochter bereits psychiatrisch behandelt. Nachdem sie kürzlich nach den Waffen gefragt habe, habe der Vater diese mit zusätzlichen Schlössern gesichert. "Wir haben sehr viel Glück gehabt, dass wir hier eine mögliche weitere Tragödie verhindert haben", erklärte Arpaio.
Mehrere US-Schulen schlossen frühzeitig
Indes gingen mehrere Schulen in den USA aus Angst vor Nachahmungstaten des Amoklaufs von Newton, aber auch unter Einfluss der derzeit florierenden Weltuntergangsszenarien, vorzeitig in die Weihnachtsferien. So fiel etwa im Bezirk Lapeer im Bundesstaat Michigan am Donnerstag und Freitag der Unterricht aus, nachdem Gerüchte über Anschlagspläne in der Region aufgekommen waren. Auch im Bezirk Genesee wurden die Schulen an den beiden Tagen geschlossen. US-weit waren insgesamt rund 75.000 Schüler betroffen.
Am vergangenen Freitag waren an der Sandy-Hook-Volksschule in der Kleinstadt Newtown im Bundesstaat Connecticut 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen worden. Der 20-jährige Adam Lanza, der zuvor zu Hause auch seine Mutter ermordet hatte, tötete sich anschließend selbst. Sein Motiv ist noch immer unklar.
Spannung vor Erklärung der Waffenlobby
Am Freitagabend erwarten die US-Bürger mit Spannung eine Pressekonferenz der mächtigen Waffenlobby National Rifle Association (NRA) in Washington. Die Organisation hatte kürzlich mit der Erklärung überrascht, sie wolle mithelfen, dass solche Verbrechen wie in Newtown nicht mehr passierten. In der Vergangenheit hatte die NRA eine Verschärfung der laxen Waffengesetze in den USA stets strikt abgelehnt. Seit dem Schulmassaker ist die Organisation jedoch unter erheblichen Druck geraten.
Sturmgewehre sollen nun verboten werden
Unterdessen begann eine von Präsident Barack Obama eingesetzte Kommission mit ihrer Arbeit. Unter der Führung von Vizepräsident Joe Biden soll sie bereits im Jänner Vorschläge im Kampf gegen die Waffengewalt vorlegen. Vor allem die gefährlichen halbautomatischen Sturmgewehre, mit denen sich teilweise ohne Nachladen besonders schnell Hunderte Schuss abfeuern lassen, sind ins Zentrum der Kritik geraten. Diese Waffen waren bereits von 1994 bis 2004 verboten, unter Präsident George W. Bush lief das Verbot aber aus. Auch Lanza hatte ein solches Gewehr benutzt.
Außerdem fordert Obama unter anderem eine strengere Überprüfung von Waffenkäufern. Es müsse verhindert werden, dass Kriminelle oder psychisch gestörte Menschen an Schusswaffen kämen. Der Präsident machte aber bereits klar, dass am grundsätzlichen Recht zum Waffentragen in den USA nicht gerüttelt werden soll.
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