"Der 56-Jährige hat sein Kommen telefonisch angekündigt", schilderte der stellvertretende Leiter des Tiroler Landeskriminalamtes, Christoph Hundertpfund, am Sonntag. Nach seinem Eintreffen gegen 17.30 Uhr dürfte es im Parterre des Hauses zu einer Auseinandersetzung zwischen dem ehemaligen Paar gekommen sein - da Jan L. die Trennung von seiner Ex-Freundin Isabella nicht verkraftet habe.
Das spätere Opfer sei daraufhin zur Mutter in den ersten Stock gelaufen, um sich gemeinsam mit ihr in einem Zimmer zu verschanzen. Obwohl die beiden versucht hätten, die Tür zuzuhalten, stieß der Täter sie auf. "Er eröffnete das Feuer auf die Frau", erläuterte der Chefermittler. Die betagte Mutter habe schließlich ihren Sohn, der im hinteren Teil der Villa lebt, verständigt - der alarmierte dann die Polizei. In der Zwischenzeit dürfte Jan L. die Waffe gegen sich selbst gerichtet haben.
Nur wenige Minuten später waren die Beamten vor Ort und fanden die Leichen der beiden 56-Jährigen. Die Schusswaffe wurde beim Mann gefunden - er soll eine Waffenbesitzkarte gehabt haben. Auch ein Abschiedsbrief war da - die Tat dürfte also geplant gewesen sein. Die genauen Hintergründe werden aber noch untersucht, so Hundertpfund. Eine Obduktion wurde angeordnet, am Montag soll es Ergebnisse geben.
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