17 statt 18 Jahre Haft lautet das rechtskräftige Urteil für Markus S. (32). Bei der Berufungsverhandlung am Mittwoch im Salzburger Landesgericht entschuldigte der Pinzgauer seine Tat.
Markus S. (32) hat im November 2023 seine eigene Mutter mit einer Schrotflinte der Marke „Baikal“ erschossen – eine Bluttat, die die Pinzgauer Gemeinde Lofer erschütterte. Anfang Mai 2024 erklärte der ausgebildete, aber arbeitslose Pfleger die Tat vor den Geschworenen im Salzburger Landesgericht: „Damit sie meinetwegen nicht mehr leiden muss“, hatte er gemeint und von seinen Depressionen, seiner Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit erzählt.
Es ist ein unglaublich trauriger Fall, der natürlich streng bestraft werden muss. Aber was ist hier die gerechte Strafe?
Verteidiger Kurt Jelinek
Reuige Worte
Nach dem Geständnis stimmten die acht Laienrichter einstimmig auf Mord. Seine Strafe: 18 Jahre Haft. Dagegen legte S. mit seinem Verteidiger Kurt Jelinek Strafberufung ein. Am Mittwoch fand die Berufungsverhandlung im Salzburger Landesgericht unter dem Vorsitz eines Richter-Senats des Linzer Oberlandesgerichtes statt. Der Pinzgauer bat um Strafmilderung. „Ein ‘es tut mir leid‘ trifft es nicht annähernd, es gibt keine Worte dafür“, zeigte der 33-Jährige tiefe Reue über seine Tat.
Zuvor hatte Verteidiger Kurt Jelinek das Geständnis seines Mandanten unterstrichen – die Tat sei zudem in einem Ausnahmezustand verübt worden, da S. rückfällig geworden war und auch 2,3 Promille intus hatte.
All diese Faktoren, die bisherige Unbescholtenheit, und dass sich der Pinzgauer direkt nach der Tat selbst gestellt hatte, brachten die Richter dazu, die Strafe zu senken: 17 statt 18 Jahre Haft.
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