Sa, 18. August 2018

Ungeklärte Fälle

11.12.2012 14:51

Mexiko: Rote Schuhe erinnern an vermisste Frauen

Mit Hunderten Paaren roter Schuhe haben Demonstranten in der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juarez auf das weiter unaufgeklärte Verschwinden zahlreicher Frauen aufmerksam gemacht. Die Demonstranten versammelten sich am Montag vor dem Rathaus der an die USA grenzenden Stadt, in der die Verbrechensrate besonders hoch ist.

Zu der ungewöhnlichen Aktion hatten die mexikanische Künstlerin Elina Chauvet und der spanische Journalist Javier Juarez aufgerufen. Auch soziale Organisationen und Angehörige verschwundener Mädchen und Frauen beteiligten sich an der Aktion. Etwa 300 Menschen setzten mit roten Schuhen an den Füßen ein sichtbares Zeichen. "Das ist eine Weise, die Behörden daran zu erinnern, dass es in der Stadt noch Dutzende Fälle von verschwundenen Frauen gibt und dass sie nicht gelöst wurden", sagte Chauvet.

Grenzstadt wegen brutaler Frauenmorde berühmt
Seit 2009 wird Ciudad Juarez von einer Welle der Gewalt erschüttert, die mit dem Drogenkrieg in Mexiko zusammenhängt. In den 1990er-Jahren und in den ersten Jahren nach dem Jahrtausendwechsel erlangte die Stadt durch brutale Frauenmorde traurige Berühmtheit. Nach Angaben mehrerer Nichtregierungsorganisationen wurden damals rund 400 Frauen ermordet, die meisten Fälle wurden bis heute nicht aufgeklärt. Insgesamt wurden Schätzungen der Regierung zufolge in den vergangenen sechs Jahren Zehntausende Menschen getötet, mehr als 25.000 gelten als vermisst.

Der neue Präsident Mexikos, Enrique Pena Nieto, erklärte bei der Übernahme seines Amtes Anfang Dezember, seine primären Ziele seien die Beendigung des Drogenkrieges und die Befriedung des Landes.

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