Unglück in Hessen
Kleinflugzeuge kollidiert – 8 Tote, darunter 4 Kinder
"Es ist ein schreckliches Bild, das sich hier den Einsatzkräften bietet", sagte der Landrat des Wetteraukreises, Joachim Arnold, an der Absturzstelle: Die Trümmer lagen über mehrere Hundert Meter auf einem Feld nahe dem Ortsteil Melbach verstreut. Ein Polizeihubschrauber leuchtete die weiträumig abgesperrte Unglücksstelle aus. Ein Großaufgebot von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften war im Einsatz.
Wie es genau zu der Kollision der beiden Maschinen gekommen war, blieb zunächst völlig unklar. Der Polizeisprecher Jörg Reinemer sagte: "Die sind aneinandergeraten in der Luft und danach gab es diesen schrecklichen Absturz, aber warum wissen wir nicht." Bei dem Unfall gegen 16.15 Uhr habe gerade noch die Sonne geschienen. "Es war noch sehr klare Sicht", erklärte Reinemer. Auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung in Braunschweig sei alarmiert worden. "Wahrscheinlich dauert es Tage, bis Ergebnisse vorliegen", sagte der Sprecher.
Nur wenige Kilometer von der Absturzstelle entfernt liegt der Flugplatz Reichelsheim, der vor allem von Geschäfts- und Freizeitmaschinen angeflogen wird. Dort ist auch der Rettungshubschrauber des Luftrettungszentrums Hessen stationiert. Dieser wurde von der Leitfunkstelle Frankfurt alarmiert, für die Opfer kam aber jede Hilfe zu spät.
Erst im März war in der Nähe des südhessischen Flugplatzes Egelsbach ein Flugzeug abgestürzt. Auch dieser wird hauptsächlich von kleineren Maschinen angeflogen. Dabei waren drei Männer und zwei Frauen gestorben.
Im August 2011 waren beim Zusammenstoß zweier deutscher Kleinflugzeuge in Österreich drei Menschen ums Leben gekommen. Im Sommer 2009 starben vier Menschen, als ein Hubschrauber und ein Kleinflugzeug stoßen nahe Ellwangen im Ostalbkreis (Baden-Württemberg) zusammenprallten.
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