In Ebensee läuft der Bau des rund 450 Millionen Euro teuren Pumpspeicherkraftwerks auf Hochtouren, womit die Energie AG die Weichen für die Zukunft stellt. Abseits davon beschäftigt den Energieversorger natürlich intensiv die Gegenwart. Und in der gibt‘s eine gesunkene Nachfrage nach Strom und Gas, mit der man konfrontiert ist.
Das erste Halbjahr 2023/24 forderte die Energie AG enorm: Der Umsatz des von Linz aus agierenden Energieversorgers sank um mehr als 26% auf 1,93 Milliarden Euro, im selben Zeitraum stieg der operative Gewinn dafür auf 143,6 Millionen Euro. „Das erste Halbjahr war durch ein anspruchsvolles energiewirtschaftliches Umfeld gekennzeichnet“, sagt Vorstandschef Leonhard Schitter.
Immer mehr Selbstversorger
Was da besonders ins Gewicht gefallen ist? Der Absatz bei Strom und Gas stagnierte, was auf die milde Witterung im Winter, aber auch auf eine Abkehr der Kunden von Gas zurückzuführen ist. Dazu kommt, dass immer mehr Oberösterreicher sich in Richtung Selbstversorgerdasein entwickeln, weil sie aufgrund von installierten Photovoltaikanlagen den in ihrem Eigenheim benötigten Strom nun selbst produzieren.
Dass die Strom- und Gaspreise an den Großhandelsmärkten nachgaben, wirkte sich ebenfalls auf die Zahlen aus. Apropos Winter: Ganz so mild war’s auch nicht immer. Im Dezember war nämlich Schneedruck daran schuld, dass Bäume auf Stromleitungen stürzten und die Stromversorgung beeinträchtigt wurde, berichtet die Energie AG.
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