Ein 52-Jähriger war am Dienstag wegen des Vorwurfs des schweren gewerbsmäßigen Betruges am Landesgericht Innsbruck angeklagt. Er soll ein Augenleiden nur simuliert haben, es floss unter anderem Invaliditätspension. Nun muss ein Gutachter her.
Der in Innsbruck lebende Serbe und sein Verteidiger stellten die Trickserei vehement und teils emotional in Abrede: „Ich leide an grünem Star, einer schweren Augenkrankheit, die zur Erblindung führen kann!“
Mehr als 110.000 Euro ausbezahlt
Der Staatsanwalt warf dem Angeklagten vor, bei Untersuchungen falsche Angaben gemacht zu haben und Invaliditätspension, Pflegegeld und Mobilitätszuschuss (mehr als 110.000 Euro) zu Unrecht bezogen zu haben.
Ich bin seit 40 Jahren in Österreich und habe mir noch nie etwas zu Schulden kommen lassen.
Der Angeklagte
Der Verteidiger sprach von einer „massiven Gesundheitsbeeinträchtigung“, dennoch gehe sein Mandant neben der Invaliditätspension noch „geringfügig putzen“. Er sehe aber definitiv nicht mehr viel, mache halt das Beste daraus.
Angeklagter wird emotional
Der einstige Berufskraftfahrer betonte lautstark und emotional, dass „ich seit 40 Jahren in Österreich bin und mir noch nie etwas zuschulden kommen ließ“. Nun soll ein Sachverständiger das Augenleiden begutachten.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.