Hund immer mit dabei
Paar in Kolumbien lebt seit 22 Jahren in der Kanalisation
Statt eines Gullydeckels decken Restrepo und Garcia ihr Heim mit einer Metallplatte ab, die mehr schlecht als recht vor Regen und Kälte schützt. Obwohl die Nässe störe, seien sie zufrieden: Ihr Leben sei "besser als das des Präsidenten", erzählten sie der kolumbianischen Radiostation La FM, sie seien frei und hätten Ruhe.
Ausstattung auf kleinstem Raum
Im Inneren ihrer Behausung finden sich ein Bett und ein Stuhl sowie ein kleiner Ofen, an dem Garcia das Essen zubereitet. Auch ein Ventilator und ein Fernseher haben noch Platz im Untergrund-Heim, in dem der ehemals drogensüchtige Restrepo immer wieder an den elektrischen Leitungen bastelt. Kacheln und CDs an den Wänden sorgen für Dekoration.
Rein rechtlich gehört dem Ehepaar sein Zuhause nicht, die Stadtverwaltung könnte sie jederzeit vertreiben - offiziell gelten Restrepo und Garcia als obdachlos.
Jahrzehntelang Gewalt durch Drogenkartell
Die Armut in Kolumbien ist groß, auch in Medellin, der zweitgrößten Stadt Kolumbiens. Diese erlangte in den 1970er- und 1980er-Jahren traurige Berühmtheit als Heimatort des gleichnamigen Drogenkartells, das erst 1993 mithilfe der USA ausgeschaltet werden konnte. Noch immer sind die Auswirkungen der jahrzehntelangen Gewalt in Medellin spürbar.
Garcia und Restrepo jedoch versuchen, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Vor wenigen Tagen haben sie oberhalb ihrer Wohnung den Christbaum aufgestellt und Anhänger dafür gebastelt.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.