Politik erschüttert
Neapel: Mafioso in Kindergarten-Hof hingerichtet
Der Mann war vor seinem Wohnhaus von den Tätern angeschossen worden. Trotz der Verletzungen konnte er die Flucht ergreifen und Schutz im Hof des Kindergartens suchen, in dem gerade mehrere Eltern auf ihren Nachwuchs warteten. Dort wurde er von den zwei vermummten Killern mit einem Scooter eingeholt und getötet.
Der Tote war wegen Drogenhandels und organisierter Kriminalität vorbestraft. Die Kinder, die mit den Proben für eine Weihnachtsaufführung beschäftigt waren, hätten die Schüsse nicht gehört, berichtete ein Lehrer.
Erst am Montag hatte die Polizei die Leiche des 27-jährigen Mirko Romano gefunden, der Opfer einer Fehde unter rivalisierenden Camorra-Clans geworden ist. Die Leiche mit unzähligen Schusswunden wurde auf der Straße entdeckt, die Melito und Giugliano, zwei stark bevölkerte Gemeinden im nördlichen Hinterland Neapels, verbindet.
Politik erschüttert: "Terroristischer Akt"
Der Mord im Kindergarten-Hof löste empörte Reaktionen aus. Italiens Innenministerin Annamaria Cancellieri sprach von unerträglicher Gewalt in Neapel. Der Bürgermeister der süditalienischen Stadt, Luigi De Magistris, zeigte sich erschüttert: "Im Hof eines Kindergarten zu schießen, ist ein terroristischer Akt."
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