Der Oberösterreicher Lukas Kaufmann kam beim Race Across America nach acht Tagen, 23 Stunden und zwölf Minuten und insgesamt nur zehn Stunden Schlaf als Zweiter im Ziel an der Ostküste der USA an. Die „Krone“ sprach mit dem 30-jährigen Familienvater über den unglaublichen Höllenritt.
„Ich bin fertig, hab’ überhaupt nicht gut geschlafen, bin aber auch einfach erleichtert, dass ich es geschafft habe“, so Lukas Kaufmann, als ihn die „Krone“ Freitagnachmittag per Telefon in Atlantic City erreichte. Also rund 20 Stunden, nachdem der Oberösterreicher 4923 km und über 50.000 Höhenmeter in acht Tagen, 23 Stunden und zwölf Minuten hinter sich gebracht hatte. Die Emotionen gingen verständlicherweise nach dem Höllenritt von der West- zur Ostküste der USA mit ihm durch.
„Hitze war das Allerschlimmste“
„Als ich den Atlantik gesehen und die Ziellinie als Zweiter überquert hatte, war unglaublich. Ich bin auf den Boden gefallen und hab’ nur noch geweint“, gesteht der 30-Jährige, der in den acht Tagen lediglich auf zehn Stunden Schlaf kam und rund 113 Liter Flüssigkeit trank. Die schwierigsten Momente? „Die Hitze war das Allerschlimmste, das war der Wahnsinn, man kann es sich nicht vorstellen. Normalerweise hat man eine Kerntemperatur von 36 Grad, bei mir wurden über 39 gemessen“, so Kaufmann.
Trinkverbot vom Arzt
Kurios: Phasenweise gab’s trotz der Hitze von 40 Grad und mehr sogar Trinkverbot von seinem Arzt. „Es wurde ja alles genau dokumentiert, was ich zu mir nehme und wenn ich zu viel getrunken hatte und die Gefahr da war, dass der Körper dadurch kollabiert, gab’s nichts mehr“, berichtet Kaufmann.
Bei der Hälfte des Rennens machte er körperlich den größten Tiefpunkt durch. „Ich wollte weiterfahren, aber ich hatte keine Kraft mehr!“ Durch Telefonate mit seiner Frau Kathi und Sohn Paul, die er nach seiner Rückreise am Sonntag endlich wieder in die Arme nehmen kann, konnte er sich aber irgendwie durchkämpfen und schaffte es bei seiner RAAM-Premiere wie der Salzburger Dominik Meierhofer (9 Tage, 2 Stunden) ins Ziel.
Folgt 2025 erneuter Start?
„Ich brauche jetzt ein paar Tage, um das alles zu verarbeiten und zu verstehen, was ich da geleistet habe“, so der Kronstorfer, der gestehen muss: „Dass ich nicht gewonnen habe, wurmt mich ein bisschen!“ Sollten die Sponsoren mitspielen, will Kaufmann übrigens erneut den Höllenritt wagen.
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