Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung wurde ein Rinderbetrieb im Bezirk Vöcklabruck kontrolliert – und am Donnerstag aufgelöst. „Wegen Überforderung des Tierhalters bestand Gefahr im Verzug für die gehaltenen Tiere“, heißt es von der zuständigen Bezirkshauptmannschaft. Erst kürzlich wurde in der Nähe ein Betrieb geräumt.
„Die Auflösung des Betriebes war aus Sicht der Behörde unumgänglich“, so die Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, die bei einer Kontrolle eine Verschmutzung der Stallungen feststellte. Dadurch bescheinigten die Amtstierärzte einen erheblichen Mangel bei der Tierhaltung.
Tiere freiwillig abgegeben
Vorausgegangen war dem ein Hinweis aus der Bevölkerung, der den Stein ins Rollen brachte. Der Tipp dürfte noch rechtzeitig eingegangen sein, denn die insgesamt 42 Rinder des überforderten Landwirts waren noch in gutem Allgemeinzustand, auch Futter und Wasser waren ausreichend vorhanden.
Der Landwirt – gegen ihn laufen nun Ermittlungen wegen Tierquälerei – gab seine 42 Rinder schließlich freiwillig ab, sie wurden unter Aufsicht der Amtstierärzte in anderen Betrieben untergebracht.
Kein Futter, kaum Wasser
Erst kürzlich wurde eine andere Landwirtschaft im Bezirk Vöcklabruck, wie berichtet, geräumt. Dort sollen die Rinder in grausamen Zuständen gelebt haben: Der Futtertisch sei leer, der Tiefstreubereich massiv mit Kot verschmutzt und die Wassertränken kaputt gewesen sein, informierte damals die Polizei. 94 der 105 in diesen Verhältnissen untergebrachten Rinder mussten wegen ihres schlechten Zustandes geschlachtet werden.
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