ÖVP verliert Platz 1

Kanzler gesteht: „Es gibt große Unzufriedenheit“

Politik
09.06.2024 21:12
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bundeskanzler Karl Nehammer wollte das dicke Minus und den Verlust von Platz eins seiner Partei bei der EU-Wahl nicht schönreden. „Das Ergebnis ist überhaupt nicht erfreulich“, zeigte sich der ÖVP-Chef enttäuscht. Es gebe eine „große Unzufriedenheit“, schlussfolgerte der Chef der Volkspartei.

Nehammer versprach den Wählern bei der ÖVP-Wahlparty am Sonntagabend, die Botschaft verstanden zu haben.

ÖVP-Generalsekretär Christian Stocker hatte zuvor von einer „gelungenen Aufholjagd“ gesprochen.

BUndeskanzler Karl Nehammer und ÖVP-Spitzenkandidat Reinhold Lopatka
BUndeskanzler Karl Nehammer und ÖVP-Spitzenkandidat Reinhold Lopatka(Bild: APA/ROLAND SCHLAGER)
(Bild: Martin Jöchl)
(Bild: Martin Jöchl)
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(Bild: Martin Jöchl)
(Bild: APA/ROLAND SCHLAGER)

Illegale Migration und Überregulierung im Fokus der ÖVP
Es gebe eine „große Unzufriedenheit“, schlussfolgerte Nehammer. Er will diese aufnehmen und „in Politik gießen“. Mit einem entschlossenen Vorgehen etwa gegen illegale Migration und Überregulierung werde man den Wählern in den nächsten Monaten zeigen, dass man ihre Sorgen ernst nehme.

„Ich will gestalten und die Gesellschaft nicht spalten“, grenzte sich Nehammer von der FPÖ ab. In die im Herbst anstehende Nationalratswahl werde er jedenfalls als Spitzenkandidat gehen, sagte der Kanzler.

SPÖ-Chef Babler: „FPÖ ist in Schlagdistanz“
Auch bei der SPÖ regierte am Wahlsonntag die Enttäuschung. Parteichef Andreas Babler bemühte sich dennoch, Zuversicht zu verbreiten. Vor seinen Parteifreunden im Wiener Marx-Palast sprach er von einem „sehr stabilen Ergebnis“, das man über die Ziellinie gebracht habe. „Natürlich hätte ich mir ein bisschen mehr erwartet“, sagte er. „Aber die FPÖ ist in Schlagdistanz.“

SPÖ-Parteichef Andreas Babler
SPÖ-Parteichef Andreas Babler(Bild: APA/HELMUT FOHRINGER)

Bei der Nationalratswahl werde man sie schlagen können: „Bei der kleinen Differenz ist das ein Klacks, wir werden die FPÖ stoppen“, versprach der SPÖ-Chef. Bei seiner Kür zum Parteivorsitzenden vor einem Jahr sei die SPÖ in Umfragen noch bei 19 Prozent gelegen, nun bei 23 Prozent, so Babler

Das Ergebnis sei nicht schönzureden, aber „wir sind stabilisiert“. Fehler im Wahlkampf wollte er nicht eingestehen. Die Themenlage in Europa sei schwierig gewesen, jene bei der Nationalratswahl werde eine andere sein.

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