Weltraumriese
Letzte Reise: 400 Bäume in L.A. für “Endeavour” gefällt
Mit einer Geschwindigkeit von rund drei Kilometern pro Stunde rollte der Weltraumriese am Freitag durch die Straßen von Los Angeles. Tausende Schaulustige säumten die Straßen, um das komplizierte Manöver zu verfolgen. An manchen Stellen mussten Stromleitungen mit riesigen Kränen angehoben werden, um die "Endeavour" darunter passieren zu lassen. Bei einer Spannweite von 26 Metern und einem rund 20 Meter hohen Heck war es teilweise Millimeterarbeit, um sie an Hauswänden, Ampeln, Straßenlaternen und Bäumen vorbeizulenken.
Vorher waren fast 400 Bäume gefällt worden. Das Wissenschaftsmuseum wollte im Gegenzug viermal so viele Bäume neu pflanzen. Die Transportkosten wurden auf 10 Millionen Dollar (rund 7,72 Millionen Euro) geschätzt. Ab dem 30. Oktober ist die Raumfähre dann in dem California Science Center als Museumsstück zu bewundern.
"Endeavour" nun im Ruhestand
Im September war die "Endeavour" auf dem Rücken einer umgebauten Boeing 747 vom Weltraumbahnhof in Cape Canaveral in Florida nach Kalifornien gebracht worden. Seit ihrem ersten Start am 7. Mai 1992 hatte sie insgesamt 25 Weltraumreisen von zusammen 299 Tagen unternommen. Genau wie die anderen verbliebenen Fähren der NASA-Flotte wurde sie nach dem Ende des Shuttle-Programms im vergangenen Jahr in den Ruhestand versetzt und zum Ausstellungsstück erklärt.
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