So, 23. September 2018

Nach 40 Jahren

07.10.2012 12:10

Philippinen schließen Frieden mit Rebellen

Die philippinische Regierung hat einen Friedensvertrag mit den muslimischen Rebellen abgeschlossen, der einen Schlussstrich unter einen 40 Jahre anhaltenden Konflikt ziehen soll. Präsident Benigno Aquino (Bild) gab die Vereinbarung am Sonntag bekannt. Es sei ein "Rahmenabkommen" mit der Rebellenorganisation Moro Islamische Befreiungsfront (MILF) vereinbart worden, erklärte er. Es beinhaltet die Einrichtung einer autonomen muslimischen Region im islamischen Süden des überwiegend katholischen Staates.

Das "Rahmenabkommen" werde den Weg zu einem endgültigen und dauerhaften Frieden in der Region Mindanao ebnen, so der Präsident. Die MILF ist die zentrale Gruppe der muslimischen Rebellion in den Philippinen und ist in der südlichen Region Mindanao aktiv. Die Befreiungsfront kämpft seit den 1970er-Jahren für einen autonomen Süden der Philippinen. Seit 1978 wurden in dem Konflikt rund 150.000 Menschen getötet.

Bevölkerung muss noch in Volskabstimmung zustimmen
Aquino zufolge strebt die Befreiungsfront keinen eigenen Staat mehr an. Das Abkommen sehe aber die Schaffung halbautonomer muslimischer Regionen in Teilen von Mindanao vor. Die Regierung in Manila werde aber die Kontrolle über Verteidigung und Sicherheit sowie über die Außen- und Geldpolitik behalten. Das Abkommen wurde nach Angaben des Präsidenten nach zahlreichen Verhandlungsrunden erzielt. Die Bevölkerung muss demnach noch in einer Volksabstimmung zustimmen.

Rebellen begrüßen Abkommen: "Sind sehr zufrieden"
Die muslimischen Rebellen begrüßten das Abkommen in einer Erklärung. "Wir sind sehr zufrieden", sagte der Vize-Chef für politische Angelegenheiten bei der MILF, Ghazali Jaafar, am Sonntag. "Wir danken dem Präsidenten dafür", fügte er hinzu. Die schätzungsweise 12.000 Mann starke MILF ist die größte Separatistengruppe auf den überwiegend katholischen Philippinen. Auf ihr Konto gehen mehrere Terroranschläge. Initiativen für Friedensgespräche gab es seit 1997.

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