Drei Beamte verletzt
F: Polizei erschießt Mann bei Razzia gegen Salafisten
Der Mann im Alter zwischen 30 und 40 Jahren habe das Feuer auf die Beamten eröffnet, als sie das Gebäude betreten wollten, in dem er wohnte, berichtete die Regionalzeitung "Les Dernières Nouvelles d'Alsace" auf ihrer Website. Ein Beamter sei an Kopf und Brust getroffen worden, doch hätten sein Helm und seine kugelsichere Weste schlimmere Verletzungen verhindert. Die Partnerin des Schützen wurde festgenommen und in Handschellen abgeführt.
Verdächtige hatten Liste mit Anschlagszielen
Die Beamten griffen in verschiedenen französischen Städten zeitgleich zu, darunter neben Straßburg in Nizza, Cannes sowie im Pariser Großraum. Auch dort war einer der Festgenommen nach Polizeiangaben bewaffnet und "gefährlich". Die Festgenommenen sollen zur radikal-islamischen Szene der Salafisten zählen. Zumindest einige von ihnen hätten eine Liste mit Anschlagszielen gehabt, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP. Es sei jedoch unklar, ob es konkrete Planungen gegeben habe.
Großrazzien nach Anschlag auf jüdisches Geschäft
Die Razzia in mehreren Landesteilen stand den Berichten zufolge in Zusammenhang mit einem antisemitischen Angriff auf ein Geschäft für koschere Waren im Pariser Vorort Sarcelles. Am 19. September hatten zwei Unbekannte einen leichten Sprengsatz in das Geschäft geworfen. Dabei war eine Person verletzt worden.
Interessenverbände der französischen Juden hatten damals die Überzeugung geäußert, dass der Angriff mit der Empörung in der muslimischen Welt über die Veröffentlichung des islamfeindlichen US-Videos "Die Unschuld der Muslime" über den Propheten Mohammed im Internet in Zusammenhang steht.
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