Di, 23. Oktober 2018

Drei Tage lang

06.10.2012 08:24

"Electrified": Blaine umgibt sich mit einer Million Volt

Der umstrittene Aktionskünstler David Blaine hat in New York sein neuestes Spektakel "Electrified" begonnen. Verfolgt von Hunderten Schaulustigen und unzähligen Neugierigen im Internet ließ sich der 39-Jährige am Freitagabend (Ortszeit) von einer Million Volt umgeben. Genau drei Tage will Blaine es auf einer sechs Meter hohen Säule - umgeben von den Stromblitzen - aushalten, ohne zu essen oder zu schlafen. Geschützt wird er durch einen Spezialanzug mit Helm.

Blaine steht in der Mitte einer großen Kugel, die aus ein paar Stahlträgern gebildet wird. Durch die fließt der Strom. Blaine hat zwar keinen direkten Kontakt damit, ständig zucken allerdings Blitze zu ihm herüber. Zuschauer des Spektakels können dem durch einen speziellen Anzug geschützten 39-Jährigen Stromschläge verpassen. Gigantische Blitze zucken dann von den Stromerzeugern zu den Händen und Füßen des Künstlers und werden durch den rund 13 Kilogramm schweren Schutzanzug abgeleitet.

Die ersten Stunden stand der Künstler stoisch auf seinem Podest, wiegte sich zuweilen hin und her und ließ ansonsten die Blitze über sich ergehen. Die Aktion kann live im Internet mitverfolgt werden.

"Keine Ahnung, was die Aktion mit mir macht"
"Es fühlt sich an, als wäre dein ganzer Körper von statischer Elektrizität umgeben - jener, die das Haar hochstehen lässt", hatte Blaine der "New York Times" im Vorfeld der Aktion, mit der er dem weltbekannten Physiker und Erfinder Nikola Tesla Tribut zollen möchte, erklärt. Da sich noch niemals ein Mensch solch einer andauernden "Hochspannung" ausgesetzt hat, wacht ein Team von Medizinern und Wissenschaftlern die ganze Zeit über den Zustand des Künstlers.

Der gebürtige New Yorker hatte schon mehrmals mit umstrittenen Aktionen für Aufsehen gesorgt. Die kontroverseste war wohl jene im Jahr 2003, als er sich 44 Tage lang ohne Essen über dem Ufer der Themse in London in einer gläsernen Zelle aufhängen ließ. Anschließend musste er wegen Unterernährung ins Krankenhaus gebracht werden.

Begraben, eingefroren, kopfüber an Seil hängend...
1999 ließ sich Blaine für sieben Tage in Manhattan lebendig begraben, ein Jahr später hielt er es mehr als 60 Stunden lang eingefroren in einem Eisblock aus. 2008 wiederum hing er 60 Stunden lang kopfüber an einem Seil in 14 Metern Höhe in New Yorks Central Park (siehe auch Video in der Infobox).

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