Tödlicher Alkohol
Tschechien: Polizei fasst die zwei Hauptverdächtigen
Beide Männer haben laut Kafka in einer Firma gearbeitet, die Methylalkohol für die Produktion von Frostschutzmitteln für Autos verwenden. Die Flüssigkeit hätten sie zwar legal von einer Firma gekauft, anschließend aber missbräuchlich verwendet. Ende August und Anfang September hätten sie mehrere Tonnen der gefährlichen Mischung hergestellt, diese an den Getränke-Vertreiber geliefert, der sie dann in die Spirituosen gemischt habe.
Noch 15.000 Flaschen im Umlauf
"Wir haben ein umfassendes Geständnis, einschließlich der Motivation", so Kafka. Einer der Männer habe so seine schwierige finanzielle Lage bereinigen wollen. Der andere Mann habe ihm einige Mittel für die Produktion der Mixtur geliefert und bei der Herstellung mitgewirkt, hieß es. Beide Männer befinden sich in Untersuchungshaft, wobei ihnen zwölf bis 20 Jahre Haft drohen. Die Ermittlungen sind aber laut Polizei noch im Gange. Vor allem gilt es jetzt, das vollständige Vertriebsnetz aufzudecken. Der Polizeipräsident warnte vor insgesamt 15.000 Flaschen des gepanschten Alkohols, welche sich noch auf dem tschechischen Markt im Umlauf befänden.
Die Exekutive verfolgt im Zusammenhang mit dem Skandal schon 42 Personen. Von diesen befinden sich 22 in U-Haft. Nach Angaben von Gesundheitsminister Leos Heger arbeitet der zuständige Krisenstab an Regeln für eine Teil-Milderung des Verkaufsverbots von Spirituosen mit mehr als 20 Prozent Alkohol. Sollte das Kabinett diese Unterlagen bis Mittwoch erhalten, könnte es darüber noch am gleichen Tag entscheiden, so Heger.
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