Monsunregen
Eine Million Inder auf der Flucht vor Hochwasser
Derzeit seien 18 von 27 Bezirken des nordöstlichen Bundesstaates Assam von den Überschwemmungen betroffen, teilte die indische Katastrophenschutzbehörde mit. Mehr als eine Million Menschen seien in höher gelegene Gebiete geflüchtet.
Der heftige Monsunregen hatte den Fluss Brahmaputra und seine Nebenflüsse über die Ufer steigen lassen, sodass etwa 2.000 Dörfer unter Wasser gesetzt und zahlreiche Acker zerstört wurden. In der vergangenen Woche waren durch das Hochwasser elf Menschen ums Leben gekommen. Auch der Kaziranga-Nationalpark in Assam, ein bedeutendes Nashorn-Schutzgebiet, wurde nahezu komplett überschwemmt.
Der Gesundheitsminister von Assam, Himanta Biswa Sarmah, sagte, er habe Ärzte und Krankenschwestern zu den Flüchtlingen geschickt, um den Ausbruch von Krankheiten zu verhindern. Indiens Armee und Luftwaffe beteiligten sich an Hilfseinsätzen. So warfen sie Lebensmittelpakete in den Katastrophengebieten ab.
130 Tote bei Hochwasser Ende Juni
Es ist bereits die zweite Überschwemmungswelle in drei Monaten, die den Nordosten Indiens trifft. Bei einem Hochwasser Ende Juni waren fast 130 Menschen ums Leben gekommen. Knapp sechs Millionen Menschen mussten damals ihre Häuser verlassen.
Sturzfluten in Pakistan
Unter Sturzfluten infolge heftiger Regenfälle leiden derzeit auch rund 700.000 Menschen im Südwesten Pakistans. In der armen Provinz Baluchistan wurden mindestens 51 Menschen getötet und 115 weitere verletzt. Regierungschef Raja Parvez Ashraf erklärte am Sonntag drei Bezirke zum Katastrophengebiet und sagte Hilfen in Höhe von umgerechnet 21 Millionen Euro zu. Im Jahr 2010 waren bei Überschwemmungen in weiten Teilen Pakistans fast 1.800 Menschen ums Leben gekommen. Rund 21 Millionen Einwohner waren betroffen.
Die Monsunregen gehen im indischen Subkontinent von Juni bis September nieder. Sie sind lebenswichtig für Millionen Bauern, verursachen aber auch immer wieder Überschwemmungen mit Todesopfern. Dieses Jahr ist der Monsun in Indien sehr ungleich verteilt: Während der Norden überschwemmt wurde, gab es in anderen Teilen des Landes nicht genug Regen.
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