Interaktive Helfer, die mit Rat und Tat zur Seite stehen – so werden Chatbots gerne beschrieben, die sich auf Internetseite von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen wiederfinden. Mit ihrer KI-Chatbot-Technologie steht eine Firma aus Linz hoch im Kurs – auch in Deutschland.
„Guten Tag, ich bin Fred! Stellen Sie mir Fragen oder verwenden Sie die Auswahl“, ist in dem Dialogfenster zu lesen, das sich nach dem Öffnen der Internetseite des Finanzministeriums öffnet. „Hallo, ich bin Klara“, liest man an gleicher Stelle auf der ÖAMTC-Homepage.
Von Ministerien über Automobilclubs bis hin zu Online-Auftritten von Städten: Immer mehr greifen auf Chatbots zurück, die Namen bekommen und mit den Homepage-Besuchern kommunizieren und diesen weiterhelfen.
Dass wir viele Kunden aus dem öffentlichen Bereich haben, hat sich so ergeben. Die Stadt Wien war unser erster Kunde im Jahr 2018, darauf folgte dann das Bundesrechnungszentrum.
Dominik Aumayr aus Tragwein baute schon früh Webseiten
Oft steckt da Ubitec aus Linz dahinter. „Wir bauen Systeme für eine automatisierte Fragebeantwortung“, erklärt Dieter Perndl. Der 42-Jährige aus Altenberg hatte 2017 seinen Mitgründer Dominik Aumayr kennengelernt, ein Jahr später starteten Perndl und der heute 35-Jährige aus Tragwein durch.
„Computer zum Reden bringen“, lautet das Motto eines mittlerweile 16-köpfigen Teams, das in der Tabakfabrik in Linz sein Büro hat. Als Dienstleister wird die Installation der passenden Software übernommen, man entwickelt das Design, macht den inhaltlichen Aufbau, managt den Betrieb. Dabei werden vor allem Kunden bedient, die hohe Datenschutzansprüche haben und rechtssichere Antworten liefern müssen.
Millionenschweres Vertrauen der deutschen Bundesverwaltung
Durch einen mit 45 Millionen Euro dotierten Rahmenvertrag kommt nun die KI-Chatbot-Technologie in der deutschen Bundesverwaltung zum Zug. Anders als viele Start-ups gibt sich Ubitec bescheiden, wenn’s um Ziele geht. „Wir wollen der Welt nicht unseren Stempel aufdrücken, suchen nach einer stabilen Situation mit Perspektive“, sagen Perndl und Aumayr.
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