Stellen Sie sich kurz vor, Sie stolpern hungrig in ein schon etwas runtergekommenes Wirtshaus, verlangen die Speisekarte, und da ist Ihnen mehr als die Hälfte der Gerichte nicht bekannt, und auf den Rest des Menüs haben Sie einfach keinen Appetit.
Wenn Ihnen das passiert, müssen Sie im urösterreichischen Gasthaus „Zum lustigen Europäer“ gelandet sein. Da geht es zu wie auf der traurigen Liste für die EU-Spitzenkandidaten: Die einen kennt man nicht, die anderen mag man nicht. Das hat jedenfalls eine gestern bekannt gewordene Umfrage ergeben. So richtig überraschend kommt das nicht.
Die Qual der Wahl
Wer weiß denn schon, was der SPÖ-Europaabgeordnete Andreas Schieder in den vergangenen Jahren in Brüssel so getrieben hat?
Oder was qualifiziert eigentlich einen Herrn Lopatka für ein Plätzchen im EU-Parlament, außer dass er in den vergangenen 30 Jahren bereits alle möglichen Posten bei der ÖVP hatte?
NEOS-Mann Brandstätter hatte seine beste Zeit im ORF. Aber die liegt auch schon wieder mehr als ein Vierteljahrhundert zurück.
Bloß der blaue Vilimsky könnte vielleicht einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, weil er sich einmal vor laufenden Kameras mit einem Elektroschocker anbrutzeln ließ.
Dann wäre da noch die junge Kandidatin der sonst ziemlich grauen Grünen: Lena Schilling. Die war sich unsicher, ob Norwegen zur EU gehört. Die kleine Wissenslücke macht sie zum sympathischsten Angebot im „Wirtshaus Europa“.
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