"Qualvoller Tod"
Wiegt 220 Kilo: US-Häftling zu dick für Hinrichtung?
Seine Fettleibigkeit, der schlechte Zugang zu den Venen und andere gesundheitliche Probleme könnten bei der Hinrichtung zu "schweren physischen und psychischen Schmerzen" und einem "qualvollen und schleichenden Tod" führen, erklärten Posts Anwälte in einem Schreiben an das Gericht.
Außerdem sei er so schwer, dass ihn die Hinrichtungstrage möglicherweise nicht aushalte, heißt es. Der 53-jährige Post soll am 16. Jänner 2013 hingerichtet werden.
Gewicht bei Hinrichtungen ein Thema
Das Gewicht eines Todeskandidaten war schon früher in den USA bei Hinrichtungen ein Thema. 2008 wiesen Gerichte einen ähnlichen Antrag wie den von Post im Fall des Doppelmörders Richard Cooey ab. Der 1,70 Meter große Cooey wog 121 Kilogramm und wurde am 14. Oktober 2008 hingerichtet.
2007 brauchten die Henker in Ohio bei dem 120 Kilo schweren Häftling Christopher Newton fast zwei Stunden, um eine Vene für den tödlichen Medikamentencocktail zu finden. Eine Sprecherin des Gefängnisses erklärte damals, Grund für die Probleme sei das Gewicht Newtons gewesen.
1994 Strafe in lebenslang umgewandelt
Im US-Staat Washington bestätigte ein Richter 1994 zwar die Todesstrafe gegen Mitchell Rupe, aber er stimmte dessen Einwand zu, dass er mit einem Gewicht von 181 Kilogramm zu schwer sei, um gehängt zu werden. Es bestehe die Gefahr, dass er dabei enthauptet werde.
Rupe hatte argumentiert, dass das eine grausame und ungewöhnliche Strafe wäre, die laut Verfassung verboten ist. Rupe wurde schließlich zu einer lebenslangen Haft verurteilt und starb 2006 im Gefängnis.
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