Kämpfer reisen ein
Syrien: Bürgerkrieg wird Magnet für militante Islamisten
Pinheiro warnte, die selbst ernannten Gotteskrieger, die auf der Seite der Revolutionstruppen kämpften, trügen zu einer weiteren Radikalisierung bei. Er betonte, die Regierungstruppen und die mit ihnen verbündeten Milizen hätten schlimmere Kriegsverbrechen verübt als die Rebellen. Allerdings hört man inzwischen auch von Regimegegnern zunehmend Aussagen wie: "Alle Assad-Unterstützer müssen sterben".
UNO-Menschenrechtskommissarin Navanethem Pillay warf unterdessen sowohl der Regierung als auch den Aufständischen schwere Verstöße gegen die Menschenrechte vor und forderte daher ein Ende der Gewalt. Die Regierungstruppen greifen immer häufiger mit schweren Waffen Wohngebiete an, erklärte er. Die Rebellen rekrutierten dagegen inzwischen auch Kinder als Soldaten. Zudem gebe es Berichte über Massenexekutionen, die Gegner der Regierung verübten.
Täglich unzählige Todesopfer zu beklagen
Am Montag töteten die syrischen Regierungstruppen nach Angaben von Aktivisten 29 Zivilisten. Am Vortag hatte die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter landesweit 170 Tote gezählt. Der neue Syrien-Vermittler von UNO und Arabischer Liga, Lakhdar Brahimi, der Präsident Bashar al-Assad am Wochenende getroffen hatte, führte am Montag Gespräche in Kairo.
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