Der Branchenriese behauptet in einer Klage von August (siehe Infobox), Zyngas "The Ville" kopiere diverse urheberrechtlich geschützte Elemente seines Spiels "The Sims Social". Zynga argumentiert in der Antwort, mit "YoVille" bereits 2008 und somit drei Jahre vor "The Sims Social" ein Simulationsspiel auf Facebook gebracht zu haben, "CityVille" folgte 2010. Entsprechend entwickle das neuere Spiel "The Ville" das Zynga-Konzept weiter und kopiere nicht wie vorgeworfen das "Sims"-Game von EA.
Bei beiden Spielen ist man in einer virtuellen Welt unterwegs, die mit der Zeit ausgebaut wird. Electronic Arts behauptet, Zyngas "The Ville" kopiere diverse urheberrechtlich geschützte Elemente seines Spiels "The Sims Social" (siehe Infobox). Es geht unter anderem um das Aussehen von Figuren und Räumen, Spielabläufe und Animationen.
Schwere Vorwürfe gegen EA-Chef
Zynga erklärte zudem, EA-Chef Riccitiello habe auch mit Drohungen versucht, den Wechsel seiner Mitarbeiter zum jungen Konkurrenten zu stoppen. In den vergangenen Jahren waren allein drei Spitzenmanager von EA zu Zynga gegangen. Zwei davon - Topentwickler John Schappert und Marketingchef Jeff Karp - sind inzwischen wieder weg. Der dritte, Barry Cottle, ist aber immer noch einer der führenden Zynga-Manager. Laut den Zynga-Vorwürfen soll Riccitiello gedroht haben, ihm das Leben zur Hölle zu machen.
Online-Anbieter machen Spieleherstellern zu schaffen
Klassischen Spieleanbietern wie Electronic Arts machen die neuen Online-Rivalen schwer zu schaffen. Sie binden die Aufmerksamkeit der Spieler und drücken mit ihren zum Teil kostenlosen Angeboten die Preise. Die Großen der Branche versuchen deshalb immer mehr, selbst in dieses Geschäft vorzustoßen.
Aber auch Zynga hat derzeit zu kämpfen. Zuletzt liefen hohe Verluste auf, das Wachstumstempo hat sich stark abgebremst. Die Aktie dümpelt bei drei Dollar herum, während der Ausgabekurs im vergangenen Jahr noch bei zehn Dollar lag.
Zynga bereitet Einstieg ins Online-Glücksspiel vor
Gründer Mark Pincus baut unter anderem auf den Einstieg ins Online-Glücksspiel, um die Geschäfte anzukurbeln. Dafür holte sich das Unternehmen vom Online-Glücksspiel-Anbieter 888 Holdings die Managerin Maytal Olsha, wie das Unternehmen am Freitag der Finanznachrichtenagentur Bloomberg bestätigte. Nach bisherigen Informationen soll im kommenden Jahr ein erstes Glücksspiel-Angebot starten.
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