iPad trifft PS Vita

Spiele-Tablet “Wikipad” steht in den Startlöchern

Spiele
07.09.2012 14:55
Tablets sind für Gamer, deren Ansprüche über Spiele à la "Farmville" oder "Angry Birds" hinausgehen, bislang keine wirklich zufriedenstellende Plattform. Es mangelt an hochkarätigen Titeln in den Stores von Apple oder Google und auch die reine Touch-Bedienung ist bei Spielen mitunter gewöhnungsbedürftig bis nervig. Das Android-Tablet Wikipad soll mit vielen durchdachten Funktionen speziell für Spieler das Zocken am Tablet endlich salonfähig machen.

Die Leistungsdaten des Wikipad sind vielversprechend. Ein 1,4 Gigahertz flotter Tegra-3-Quadcore-Prozessor von Nvidia sorgt für die nötige Rechenleistung, unterstützt wird er von einem Gigabyte DDR2-Arbeitsspeicher. 16 Gigabyte Flash-Speicher beherbergen in der Standardausführung die Daten der Spieler und als Betriebssystem kommt die aktuelle Android-Version 4.1 zum Einsatz. Ein hochauflösender 10,1-Zoll-Touchscreen mit 1.280 mal 800 Bildpunkten und Kameras an der Vorder- und Rückseite des Geräts runden das Paket ab. Der Akku des Wikipad soll beim Spielen rund sechs Stunden halten.

Ein besonders cooles Feature: Das Wikipad lässt sich in eine mitgelieferte Gamepad-Halterung schieben und so mit einem echten Controller aufrüsten, sollte der User die Touch-Steuerung leid sein. Die Kombination ähnelt ein wenig einer überdimensionalen PS Vita mit abstehendem, dafür abnehmbarem Bildschirm.

Spiele aus verschiedenen Quellen
Apropos PS Vita: Das Gerät wurde von Sony als "PlayStation Mobile"-Plattform zertifiziert und eine Partnerschaft mit dem Spielestreaming-Dienstleister Gaikai lässt auf hochkarätige PC- und Konsolentitel per Stream auf dem neuen Tablet hoffen. Hinzu kommen der Google Play Store und die Tegra Zone von Nvidia als nicht versiegender Quell neuer Spiele. Da auch gewöhnliche Android-Apps lauffähig sein werden, dürfte das Wikipad Spieler in puncto Funktionsumfang nicht enttäuschen.

Das darf es aber auch nicht. Will das Wikipad nämlich am Markt erfolgreich sein, so muss es zu einem kolportierten Preis von 499 US-Dollar wirklich einiges bieten. Sowohl klassische Handheld-Konsolen wie Nintendos 3DS oder Sony PS Vita, als auch Konsolen für das Wohnzimmer kommen günstiger in der Anschaffung. Zudem sind all diese Geräte bereits verfügbar, das Wikipad erscheint in den USA hingegen erst Ende Oktober. Wann es nach Österreich kommt und was es hierzulande kosten wird, steht noch nicht fest.

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