Gegen Rechtsextreme
Ungarn: Chef der neuen “Roma-Garde” verhaftet
Hir-TV berichtete, Bago soll als Fremdenlegionär gedient haben und wegen Mordversuchs im Gefängnis gesessen sein. Bisher sollen sich bereits Tausende Roma seiner Initiative angeschlossen haben, unter anderem auch verschiedene Roma-Organisationen wie die Roma-Selbstverwaltung der südungarischen Stadt Mohacs. Ihr Vorsitzender Istvan Kovacs bestätigte die Unterstützung der Garde als Vereinigung zum Schutz der Roma. Doch dieser Schutz dürfe keinesfalls mit Waffengewalt erfolgen, betonte Kovacs. Politologen betonten bereits, wie gefährlich ein Aufeinandertreffen der Rechtsextremen und der "Roma-Garde" wäre.
Schutzschild gegen rechtsextremistische "Ungarische Garde"
Hinter der "Roma-Garde" steht die "Vereinigung der Roma von Pecs". Sie wirbt im Internet um Mitglieder und Spenden. Nach Angaben der Vereinigung wurde die Organisation als "Schutzschild" für Roma gegen die rechtsextremistische "Ungarische Garde" (im Bild) gegründet, die die Roma seit Jahren in Angst und Schrecken versetze.
2007 hatte die rechtsradikale Jobbik-Partei die "Ungarische Garde" gegründet, die seit 2009 verboten ist, sich jedoch als "Neue Ungarische Garde" neu formierte. Die paramilitärische, rassistische Garde marschiert immer wieder durch ungarische Roma-Dörfer und lehrt die Menschen das Fürchten. Die Kleidung der Gardisten erinnert an die Uniform der ungarischen Nazi-Partei Pfeilkreuzler, die ab Herbst 1944 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs in Ungarn ein Terror-Regime führte.
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