Griechen empört
Plant Troika die Einführung der Sechstagewoche?
Das Finanzministerium wollte das Dokument nicht kommentieren. "Darüber wird nicht verhandelt", sagte ein Mitarbeiter der Nachrichtenagentur dpa lediglich. Scharf reagierte dagegen der größte griechische Gewerkschafts-Dachverband GSEE auf den Bericht. Die Organisation warnte vor "katastrophalen Folgen" für die Gesellschaft, die Wirtschaft und die Arbeitnehmer.
"Abschaffung der Fünftagewoche absurd"
Der Mindestlohn war in Griechenland dieses Jahr bereits von 751 Euro auf 586 Euro brutto gekürzt worden. Ökonom Ioannis Koukiadis von der Universität Thessaloniki nannte den angeblichen Vorschlag für die Abschaffung der Fünftagewoche im griechischen Rundfunk absurd. Griechische Medien kritisierten zudem, dass die Troika damit Öl ins Feuer gieße. Wenn nun auch solche Maßnahmen kommen würden, könnte es zu einer sozialen Explosion kommen, hieß es fast übereinstimmend.
Ohne ein neues 11,5 Milliarden Euro schweres Sparprogramm wird es für das von der Staatspleite bedrohte Land kein Geld mehr geben. Derzeit prüft die Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds die Spar- und Reformfortschritte Griechenlands. Wann die Kontrolleure ihren Bericht vorlegen, ist nach wie vor unklar. Bisher ist von Ende September oder sogar Anfang Oktober die Rede.
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