Teilsperre
Brüssel: Decke in EU-Parlament droht einzustürzen
Die Aktivitäten des Parlaments würden dadurch nicht eingeschränkt, da andere Gebäudeteile nicht betroffen seien, erklärte das EU-Parlament in einer Pressemitteilung. Zusätzliche Inspektionen würden durchgeführt. "Wir sind erleichtert darüber, dass das Problem rechtzeitig entdeckt wurde", sagte Parlamentssprecher Jaume Duch.
Ähnliches Problem bereits im Straßburger Plenarsaal
Im August 2008 waren im Straßburger Plenarsaal des Europaparlamentes rund 80 Quadratmeter der Deckenverkleidung abgebrochen. Unter den rund zehn Tonnen Geröll wurden auch Teile der elektronischen Abstimmungs- und Dolmetscheranlage begraben, Menschen kamen jedoch nicht zu Schaden - wenige Tage zuvor hatten sich noch mehrere Hundert Jugendliche in dem Saal aufgehalten. Das EU-Parlament befand sich damals auf parlamentarischer Sommerpause.
Sabotage-Scherze kursieren
Nunmehr hieß es in Parlamentskreisen, es werde hinter den Korridoren bereits gescherzt, ob nicht die französische Regierung hinter der "Sabotage" stehen könnte. Hintergrund ist ein Streit um den Sitzungskalender im laufenden Jahr. Paris sieht in der Zusammenlegung von zwei getrennten Straßburger Plenarsitzungen im Herbst einen Verstoß gegen den EU-Vertrag.
Das Europaparlament hat zwei Sitze, was immer wieder für Kritik an dem "Wanderzirkus" sorgt. Während in Straßburg üblicherweise die Plenarwochen stattfinden, werden in Brüssel kleinere Sitzungen und die vorbereitenden Ausschusstagungen abgehalten.
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